DGUV Information 213-500 - Allgemeiner Teil  Von den Unfallversicherungsträgern ...

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Abschnitt 4.1, 4 Beurteilung der Messverfahren 4.1 Allgemein...
Abschnitt 4.1
Allgemeiner Teil  Von den Unfallversicherungsträgern anerkannte Analysenverfahren zur Feststellung der Konzentrationen krebserzeugender, erbgutverändernder oder fortpflanzungsgefährdender Stoffe in der Luft in Arbeitsbereichen (DGUV Information 213-500)
Titel: Allgemeiner Teil  Von den Unfallversicherungsträgern anerkannte Analysenverfahren zur Feststellung der Konzentrationen krebserzeugender, erbgutverändernder oder fortpflanzungsgefährdender Stoffe in der Luft in Arbeitsbereichen (DGUV Information 213-500)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 213-500
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 4.1 – 4 Beurteilung der Messverfahren
4.1 Allgemeines

In den Beschreibungen der Messverfahren werden die Probenahmebedingungen und Probenaufbereitungsschritte und als Kenndaten des Messverfahrens die Bestimmungsgrenze, Messungenauigkeit, Selektivität, Wiederfindungsrate und Lagerstabilität angegeben. Die Angaben beziehen sich nach Möglichkeit auf das gesamte Verfahren von der Probenahme über die Probenaufbereitung bis zur analytischen Bestimmung. Die Qualität der Messaussage wird wesentlich durch die Probenahme und den Probentransport mitbestimmt. Minderbefunde können z. B. aus folgenden Gründen auftreten: Veränderung der Adsorptionseigenschaften des Sammelmediums (Überladung durch organische Stoffe oder Passivierung durch Wasser, die zu einer Veränderung des Durchbruchsvolumens führen können) und mangelnde zeitliche Stabilität der Messkomponente (die gegebenenfalls durch Reaktionen mit Luftbestandteilen wie Sauerstoff und Wasser oder sonstigen Störkomponenten auf dem Probenträger weiter reagiert). Im Übrigen kann der Analyt durch die Oberfläche des Trägermaterials so stark gebunden werden, dass dieser sich der weiteren analytischen Aufbereitung entzieht (vor allem ausgeprägt im niedrigen Konzentrationsbereich).

Die Validierung erfolgt in der Regel gemäß DIN EN 482 [5]. Diese Norm macht Vorgaben für die Validierung und die Leistungsfähigkeit des Verfahrens. Die Kenngrößen sind unter Wiederholbedingungen zu ermitteln. Die Anreicherung von Gasen und Dämpfen im Rahmen einer Validierung wird vorzugsweise mit Kalibriergasen analog zur Probenahme im Arbeitsbereich durchgeführt. Möglichkeiten zur Herstellung von Kalibriergasen sind in der Normenreihe VDI 3490 [29] beschrieben. Besonders bei hoch toxischen, schwerflüchtigen adsorptiven oder nicht unzersetzt verdampfbaren Stoffen kann der Stoff auch direkt oder als Lösung auf die Anreicherungsmedien aufgegeben werden. Anschließend wird unter den in der Methode beschriebenen Probenahmebedingungen blindwertfreie Laborluft definierter Feuchte durch die Anreicherungsmedien gesaugt und, wie im Verfahren angegeben, die Aufarbeitung und analytische Bestimmung durchgeführt.