DGUV Information 213-729 - Empfehlungen Gefährdungsermittlung der Unfallversiche...

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Abschnitt 1, 1 Allgemeines
Abschnitt 1
Empfehlungen Gefährdungsermittlung der Unfallversicherungsträger (EGU) nach der Gefahrstoffverordnung Beschriftung von Kunststoffen mit Lasern (DGUV Information 213-729)
Titel: Empfehlungen Gefährdungsermittlung der Unfallversicherungsträger (EGU) nach der Gefahrstoffverordnung Beschriftung von Kunststoffen mit Lasern (DGUV Information 213-729)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 213-729
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 1 – 1 Allgemeines

Die Gefahrstoffverordnung fordert die Unternehmen in § 6 auf, Art und Ausmaß der Exposition der Beschäftigten zu ermitteln. Dies kann durch Arbeitsplatzmessungen oder durch andere gleichwertige Beurteilungsverfahren erfolgen.

Die Empfehlungen zur Gefährdungsermittlung der Unfallversicherungsträger (EGU) stellen ein geeignetes Beurteilungsverfahren für die inhalative Exposition bei der Beschriftung von Kunststoffen mit Lasern dar und basieren auf Messungen möglicher Zersetzungsprodukte der Kunststoffe in der Luft an Arbeitsplätzen. Bei der Bearbeitung der jeweiligen Kunststoffe wurden die in Tabelle 2 aufgeführten flüchtigen Zersetzungsprodukte berücksichtigt.

Diese EGU können entsprechend §§ 6 und 7 Gefahrstoffverordnung bei der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung sowie der daraus abzuleitenden Maßnahmen verwendet werden. Darüber hinaus können diese EGU als Hilfe bei der Gefährdungsbeurteilung gemäß § 5 Arbeitsschutzgesetz [2] und § 3 Betriebssicherheitsverordnung [3] mit herangezogen werden. Die Verpflichtungen zum Einsatz von Stoffen und/oder Verfahren mit geringerem Risiko gemäß der Technischen Regel für Gefahrstoffe 600 [4], zur Beachtung der Rangfolge der Schutzmaßnahmen und zur Unterrichtung und Unterweisung der Beschäftigten usw., bleiben bestehen.

Die EGU behandeln ausschließlich die inhalativen Gefährdungen. Es sind auch dermale und physikalisch-chemische Gefährdungen möglich, z. B. durch heiße Oberflächen. Diese sind in der Gefährdungsbeurteilung zu berücksichtigen.