DGUV Grundsatz 311-002 - Arbeitsschutzmanagementsysteme - Managementsysteme für ...

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Abschnitt 1, 1 Anwendungsbereich
Abschnitt 1
Arbeitsschutzmanagementsysteme - Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit; Verfahrensgrundsatz für die Beratung und Begutachtung (DGUV Grundsatz 311-002)
Titel: Arbeitsschutzmanagementsysteme - Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit; Verfahrensgrundsatz für die Beratung und Begutachtung (DGUV Grundsatz 311-002)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Grundsatz 311-002
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 1 – 1 Anwendungsbereich

Dieser Grundsatz beschreibt, wie bei der Beratung und Begutachtung von AMS und optional eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) im Sinn eines integrierten Managementsystems für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit vorzugehen ist. Er behandelt sowohl den eigentlichen Beratungs- und Begutachtungsprozess als auch die Anforderungen, die an den UV-Träger gestellt werden. Der UV-Träger legt zur Qualitätssicherung der Beratungen und Begutachtungen zu AMS interne Regelungen fest. Dadurch ist die Nachvollziehbarkeit des Verfahrens gesichert sowie ein einheitliches Vorgehen der UV-Träger gewährleistet.

Betriebe sollen bei der Einführung, Anwendung und Verbesserung eines AMS unterstützt werden. Damit soll folgendes erreicht werden:

  • Die Aufbau- und Ablauforganisation des Unternehmens wird bewertet und hinsichtlich der Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit optimiert.

  • Die Kompetenz der Führungskräfte für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit wird erhöht.

  • Die Arbeitsbedingungen werden so gestaltet, dass die Gesundheit der Beschäftigten erhalten, gefördert und/oder verbessert wird.

  • Die gesunderhaltenden Ressourcen der Beschäftigten werden gestärkt und deren gesundheitlichen Handlungskompetenzen erweitert.

  • Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit werden in die betrieblichen Abläufe integriert, als Gestaltungsprozess systematisch betrieben und kontinuierlich verbessert.

  • Kosten und Fehlzeiten durch Betriebsstörungen, Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten, Erkrankungen aufgrund der Arbeitssituation, arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren, können minimiert werden.

  • Die Leistungsfähigkeit und Motivation der Beschäftigten werden erhöht.

  • Die Arbeitszufriedenheit wird erhöht.

  • Die Wirtschaftlichkeit wird verbessert.

  • Die Rechtssicherheit wird erhöht.

  • Das Unternehmensimage wird gesteigert.

  • Die Marktposition wird verbessert.

  • Die Leistung bezüglich Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit wird kontinuierlich verbessert.

Die verwendeten Begriffe "Betrieb" bzw. "Unternehmen" schließen auch Bildungseinrichtungen und öffentliche Verwaltungen mit ein.

Berücksichtigte Dokumente

  • Nationaler Leitfaden für Arbeitsschutzmanagementsysteme (NLF)

  • DIN EN ISO 19011, DIN EN ISO 17021

  • Gemeinsames Verständnis zur Ausgestaltung des Präventionsfeldes "Gesundheit im Betrieb" durch die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung und der DGUV

  • Qualitätskriterien im Präventionsfeld "Gesundheit im Betrieb" der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung und der DGUV