DGUV Grundsatz 311-001 - Leitpapier zur Evaluation Grundverständnis in der geset...

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Abschnitt 9, 9 Evaluationsbeispiele zu Präventionsleistungen...
Abschnitt 9
Leitpapier zur Evaluation Grundverständnis in der gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV Grundsatz 311-001)
Titel: Leitpapier zur Evaluation Grundverständnis in der gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV Grundsatz 311-001)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Grundsatz 311-001
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 9 – 9 Evaluationsbeispiele zu Präventionsleistungen in der gesetzlichen Unfallversicherung

Die Unfallversicherungsträger setzen unterschiedliche Präventionsmaßnahmen um. Die "Präventionsleistungen der Unfallversicherungsträger" (DGUV, 2009) bietet eine praxisorientierte Übersicht (vgl. Abb. 2).

Abb. 2 Übersicht über Präventionsleistungen der Unfallversicherungsträger

Angesichts begrenzter personeller und finanzieller Ressourcen bei den Unternehmen, Dienstleistern und der Unfallversicherungsträger ist der Nachweis, dass Präventionsmaßnahmen wirksam umgesetzt werden, wichtig. Evaluation ist dabei ein Instrument zur Qualitätssicherung.
In der Prävention werden beispielsweise sowohl einzelne Informationsmaterialien als auch komplexe Kampagnen evaluiert, um zu prüfen, ob deren Ziele erreicht wurden. Welche Ziele genau angestrebt werden (z. B. Bekanntheitsgrad, Relevanz für betriebliche Aktivitäten, etc.) kann je nach Unfallversicherungsträger, nach Anlass für die Projektierung einer solchen Maßnahme unterschiedlich sein.

Weiterhin wird untersucht, wie Vorschriften und Regeln umgesetzt werden. In den Jahren 2005 bis 2007 haben die Berufsgenossenschaften und die Eisenbahn-Unfallkasse mit der Unfallverhütungsvorschrift "Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit" ein neues Konzept zur betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Betreuung kleiner Betriebe eingeführt und im Anschluss die betriebliche Umsetzung der Betreuungsmodelle evaluiert.

Im Feld der Qualifizierung ermittelt man die Qualität von Schulungen und den erfolgten Bildungstransfer. Die Tabelle 1 gibt einen Überblick über konkrete Evaluationsbeispiele.

Tabelle 1 Evaluationsbeispiele

Präventionsleistung Evaluationsbeispiele
Forschung, Entwicklung und ModellprojekteInstrumententwicklung, Datensammlung, Erkenntnisgewinn, Konzeptentwicklung
Information und KommunikationMedienpakete, Kampagnen, Broschüren Zeitschriften, Internet, Veranstaltungen, Messestände
Prüfung, ZertifizierungGeprüfte Produkte
Regelwerkvormalige BGV/GUV-V A2
QualifizierungFortbildung für bestimmte Zielgruppen, Ausbildungskonzepte
Beratung auf AnforderungArbeitsschutzmanagement

Spezielle Beispiele aus Kita und Schule: Im Rahmen der Lehrerausbildung im Sportstudium werden z. B. Konzepte zum präventiven Verhalten entwickelt und evaluiert. Im Bereich der Kindertageseinrichtungen werden Konzepte zur Bewegungsentwicklung erarbeitet, dazu ergänzend Fortbildungen für Erzieherinnen und Erzieher abgeleitet und dahingehend evaluiert, ob die Bewegungsentwicklung der Kinder positiv beeinflusst werden kann.