DGUV Information 214-046 - Sichere Waldarbeiten (DGUV Information 214-046)

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Abschnitt 2.3, 2.3 Hygiene und Hautschutz
Abschnitt 2.3
Sichere Waldarbeiten (DGUV Information 214-046)
Titel: Sichere Waldarbeiten (DGUV Information 214-046)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 214-046
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 2.3 – 2.3 Hygiene und Hautschutz

Abb. 10 Mindestausstattung für mobile Arbeitsgruppen

 

Abb. 11 Waldarbeiterschutzwagen mit Hygieneeinrichtung

Den Beschäftigten sind Waschgelegenheiten mit fließendem Wasser sowie den hygienisch erforderlichen Reinigungs und Pflegemitteln zur Verfügung zu stellen. Der Schutzwagen bzw. das Begleitfahrzeug sollte entsprechend ausgestattet sein.

Bei Waldarbeiten wird die Haut der Hände auf verschiedene Art und Weise belastet.

Der sicherste Hautschutz sind Handschuhe.

Weiterhin gilt es, die Haut durch Anwendung von geeigneten Schutz- und Reinigungsmitteln soweit wie möglich zu entlasten. Daher ist es wichtig Hautschutz folgendermaßen zu betreiben:

  • Spezieller Hautschutz

    Der spezielle Hautschutz muss abgestimmt sein auf die spezifische Hautgefährdung. Die Auswahl des geeigneten Hautschutzmittels soll unter Beteiligung des Betriebsarztes erfolgen. Die Wirksamkeit der ausgewählten Hautschutzmittel gegenüber den verwendeten Gefahrstoffen muss von den Herstellern nachgewiesen sein.

  • Schonende Hautreinigung

    Hautreinigung muss gründlich, aber gleichzeitig schonend sein. Sie muss also auf die Art und den Grad der Verschmutzung abgestimmt sein.

    Weiterhin ist darauf zu achten, dass ph-neutrale Hautmittel, ohne den Zusatz von aggressiven Reibungsmitteln (Sand), verwendet werden. Hier bietet der Handel hautschonende Alternativen (z. B. Walnusskernmehl) an.

  • Regelmäßige Hautpflege

    Die regelmäßige Hautpflege unterstützt die natürliche Regeneration der Haut auch bei mechanischer Beanspruchung. Durch Hautpflegemittel werden der Haut verloren gegangene Feuchtigkeit und Fette zurückgeführt, welche ihr durch berufliche und umweltbedingte Einflüsse entzogen wurden. Die Auswahl der Hautpflegemittel ist von der Belastung der Hände abhängig. Wichtigstes Kriterium ist der Fettanteil des Mittels. Eine stark ausgetrocknete und fettarme Haut benötigt ein Pflegemittel mit einem höheren Fettanteil als eine Haut, die nur gering belastet und nicht ausgetrocknet ist.

Es ist sinnvoll, einen Hautschutzplan zu erstellen, der für die verschiedenen Arbeiten die geeigneten Schutzhandschuhe, Hautschutz-, Hautreinigungs- und Hautpflegemittel enthält. Bei der Erstellung sollte der Betriebsarzt mitwirken.

 
Haut gefährdende Tätigkeit Hautschutzmittel vor der Arbeit Schutzhandschuhe während der Arbeit Hautreinigungsmittel Hautpflegemittel nach der Reinigung
Nass- und Feuchtarbeit
z. B. Nasslagerplatz, Arbeiten bei feuchter Witterung









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Mechanisch reizende Arbeiten
z. B. Pflanz- und Kulturarbeiten, mech. Belastungen, z. B. durch Arbeitsmaterial, Handwerkszeuge









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Biologisch belastende Arbeiten
z. B. durch in Boden und Holz vorhandene Krankheitserreger









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Belastung durch Arbeiten mit Gefahrstoffen
z. B. Kaltreiniger, Schmierstoffe









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Abb. 12 Hautschutzplan: Geeignete Produkte zum Hautschutz sind in Abstimmung mit dem Betriebsarzt auszuwählen und unter ihrem Produktnamen einzutragen