Richtlinie 9258EWG des Rates vom 24. Juni 1992 über Mindestvorschriften für di...

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Anhang 2 31992L0058
Anhang 2 31992L0058
Richtlinie 92/58/EWG des Rates vom 24. Juni 1992 über Mindestvorschriften für die Sicherheits- und/oder Gesundheitsschutzkennzeichnung am Arbeitsplatz (Neunte Einzelrichtlinie im Sinne von Artikel 16 Absatz 1 der Richtlinie 89/391/EWG)
EU-Recht

Anhangteil

Titel: Richtlinie 92/58/EWG des Rates vom 24. Juni 1992 über Mindestvorschriften für die Sicherheits- und/oder Gesundheitsschutzkennzeichnung am Arbeitsplatz (Neunte Einzelrichtlinie im Sinne von Artikel 16 Absatz 1 der Richtlinie 89/391/EWG)
Normgeber: EU
Redaktionelle Abkürzung: 31992L0058
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Europäische Akte

Anhang 2 31992L0058

ANHANG II

  1.  

    MINDESTVORSCHRIFTEN FÜR SICHERHEITSZEICHEN

    1. 1.

      Eigenmerkmale

      1. 1.1.

        Form und Farbe der Zeichen sind — in Abhängigkeit vom jeweiligen Zweck (Verbotszeichen, Warnzeichen, Gebotszeichen, Erste-Hilfe- oder Rettungszeichen und Hinweiszeichen auf Material oder Ausrüstungen zur Brandbekämpfung) — in Absatz 3 definiert.

      2. 1.2.

        Piktogramme müssen möglichst leicht verständlich sein; für das Verständnis nicht erforderliche Details sind wegzulassen.

      3. 1.3.

        Die verwendeten Piktogramme können leicht variieren oder detaillierter sein als die Darstellungen unter Nummer 3, vorausgesetzt, daß die Bedeutung nicht verändert wird und keine Unterschiede und Anpassungen die Bedeutung unverständlich machen.

      4. 1.4.

        Die Zeichen sind aus gegen Schlag und Umgebungsbedingungen möglichst widerstandsfähigem und witterungsbeständigem Material herzustellen.

      5. 1.5.

        Abmessungen sowie kolorimetrische und photometrische Eigenschaften der Zeichen müssen eine gute Erkennbarkeit und Verständlichkeit gewährleisten.

    1. 2.

      Anwendungsvorschriften

      1. 2.1.

        Die Zeichen sind grundsätzlich in einer angemessenen Höhe und in einer in bezug auf den Blickwinkel angemessenen Stellung — gegebenenfalls unter Berücksichtigung von Hindernissen — an einem ausreichend beleuchteten und leicht zugänglichen und erkennbaren Standort entweder am Zugang zu einem Bereich mit allgemeiner Gefährdung oder aber in unmittelbarer Nähe einer bestimmten Gefährdung oder eines anzuzeigenden Gegenstandes anzubringen.

        Unbeschadet der Bestimmungen der Richtlinie 89/654/EWG sind im Fall von unzureichendem natürlichem Licht phosphoreszierende Farben, reflektierende Materialien oder eine künstliche Beleuchtung einzusetzen.

      2. 2.2.

        Besteht die entsprechende Situation nicht mehr, muß das Zeichen entfernt werden.

    1. 3.

      Zu verwendende Zeichen

      1. 3.1.

        Verbotszeichen

        — Eigenmerkmale:

        • Form: rund,

        • schwarzes Piktogramm auf weißem Grund, Rand und Querbalken (von links nach rechts in einem Neigungswinkel von 45 zur Horizontalen) rot (die Sicherheitsfarbe Rot muß mindestens 35 % der Oberfläche des Zeichens ausmachen).

        Rauchen verboten

        Feuer, offenes Licht und Rauchen verboten

        Für Fußgänger verboten

        Verbot, mit Wasser zu löschen

        Kein Trinkwasser

        Zutritt für Unbefugte verboten

        Für Flurförderzeuge verboten

        Berühren verboten

      1. 3.2.

        Warnzeichen

        — Eigenmerkmale:

        • Form: dreieckig,

        • schwarzes Piktogramm auf gelbem Grund, schwarzer Rand (die Sicherheitsfarbe Gelb muß mindestens 50 % der Oberfläche des Zeichens ausmachen).

        Warnung vor feuergefährlichen Stoffen oder hoher Temperatur(1)

        Warnung vor explosionsgefährlichen Stoffen

        Warnung vor giftigen Stoffen

        Warnung vor ätzenden Stoffen

        Warnung vor radioaktiven Stoffen

        Warnung vor schwebender Last

        Warnung vor Flurförderzeugen

        Warnung vor gefährlicher elektrischer Spannung

        (2)

        Warnung vor einer allgemeinen Gefahr

        Warnung vor Laserstrahl

        Warnung vor brandfördernden Stoffen

        Warnung vor nichtionisierender Strahlung

        Warnung vor starkem magnetischem Feld

        Warnung vor Stolpergefahr

        Warnung vor Absturzgefahr

        Warnung vor Biogefährdung

        Warnung vor Kälte

        Warnung vor schädlichen oder irritierenden Stoffen

      1. 3.3.

        Gebotszeichen

        — Eigenmerkmale:

        • Form: rund,

        • weißes Piktogramm auf blauem Grund (die Sicherheitsfarbe Blau muß mindestens 50 % der Oberfläche des Zeichens ausmachen);

        Augenschutz tragen

        Schutzhelm tragen

        Gehörschutz tragen

        Atemschutz tragen

        Schutzschuhe tragen

        Schutzhandschuhe tragen

        Schutzkleidung tragen

        Gesichtsschutzschild tragen

        Auffanggurt anlegen

        Gebot für Fußgänger

        Allgemeines Gebot

        (gegebenenfalls mit Zusatzzeichen)

      1. 3.4.

        Rettungszeichen

        — Eigenmerkmale:

        • Form: rechteckig oder quadratisch,

        • weißes Piktogramm auf grünem Grund (die Sicherheitsfarbe Grün muß mindestens 50 % der Oberfläche des Zeichens ausmachen);

        Rettungsweg — Notausgang

        Richtungsanzeige

        (zusätzlich zu den untenstehenden Zeichen zu verwenden)

        Erste Hilfe

        Krankentrage

        Notdusche

        Augenspüleinrichtung

        Notruftelefon

      1. 3.5.

        Hinweisschilder für Material zur Brandbekämpfung

        — Eigenmerkmale:

        • Form: rechteckig oder quadratisch,

        • weißes Piktogramm auf rotem Grund (die Sicherheitsfarbe Rot muß mindestens 50 % der Oberfläche des Zeichens ausmachen).

        Hinweis auf einen Feuerwehrschlauch

        Hinweis auf eine Leiter

        Hinweis auf ein Feuerlöschgerät

        Brandmeldungstelefon

        Richtungsanzeige

        (zusätzlich zu den obenstehenden Zeichen zu verwenden)

(1) Amtl. Anm.:
Bei Fehlen eines besonderen Zeichens für hohe Temperatur.
(2) Amtl. Anm.:
Piktogramm vorgesehen durch die Richtlinie 90/679/EWG des Rates vom 26. November 1990 über den Schutz der Arbeitnehmer vor den Gefahren durch die Exposition gegenüber biologischen Arbeitsstoffen bei der Arbeit (Siebte Einzelrichtlinie im Sinne von Artikel 16 Absatz 1 der Richtlinie 89/391/EWG) (ABI. Nr. L 374 vom 31. 12. 1990, S. 1).