DGUV Information 213-582 - Verfahren zur Bestimmung von Quarz und Cristobalit Vo...

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Abschnitt Verfahren 02, Probenahme mit Pumpe, Abscheidung de...
Abschnitt Verfahren 02
Verfahren zur Bestimmung von Quarz und Cristobalit Von den Unfallversicherungsträgern anerkannte Messverfahren zur Feststellung der Konzentrationen krebserzeugender, keimzellmutagener oder reproduktionstoxischer Stoffe in der Luft in Arbeitsbereichen (DGUV Information 213-582)
Titel: Verfahren zur Bestimmung von Quarz und Cristobalit Von den Unfallversicherungsträgern anerkannte Messverfahren zur Feststellung der Konzentrationen krebserzeugender, keimzellmutagener oder reproduktionstoxischer Stoffe in der Luft in Arbeitsbereichen (DGUV Information 213-582)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 213-582
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt Verfahren 02 – Probenahme mit Pumpe, Abscheidung der alveolengängigen Staubfraktion (A-Staub) auf Partikelfilter, Röntgendiffraktometrie nach gravimetrischer A-Staubbestimmung

Erprobtes und von den Unfallversicherungsträgern anerkanntes Verfahren zur Bestimmung von Quarz und Cristobalit in Arbeitsbereichen.

Es sind personengetragene und ortsfeste Probenahmen für Messungen zur Beurteilung von Arbeitsbereichen möglich.

Für die folgenden Stoffe ist das Verfahren validiert.

Name Quarz Cristobalit
CAS-Nr.14808-60-714464-46-1
SummenformelSiO2 SiO2
Molmasse60,08 g/mol60,08 g/mol

Kurzfassung

Mit diesem Verfahren wird die über die Probenahmedauer gemittelte Konzentration von Quarz und Cristobalit im Arbeitsbereich personengetragen oder ortsfest bestimmt.

Messprinzip: Mit Hilfe einer Pumpe wird ein definiertes Luftvolumen durch einen Partikelfilter gesaugt. Zunächst wird der A-Staub gravimetrisch und anschließend die Quarz- oder Cristobalit-Konzentration röntgendiffraktometrisch im A-Staub bestimmt.
Nachweisgrenze: absolut:Sie liegt für reale Staubproben erfahrungsgemäß für Quarz und Cristobalit bei rund 0,090 mg (Quarz, Reflex 0,182 nm) bzw. 0,045 mg (Cristobalit, Reflex 0,404 nm), im idealen Fall (ungestörte Reflexe) bei ca. 1/3 der angegebenen Werte.
 relativ:Für Quarz liegt sie je nach verwendetem Probenahmesystem real zwischen 0,38 und 0,011 mg/m3 für eine 2-stündige Probenahme (0,24 bis 8 m3 Probeluft) und zwischen 0,094 bzw. 0,0010 mg/m3 für eine 8-stündige Probenahme (0,96 bis 180 m3 Probeluft). Für Cristobalit liegen die Werte zwischen 0,19 und 0,0056 mg/m3 (2 h Probenahme) bzw. 0,047 und 0,0014 mg/m3 (8 h Probenahme).
Selektivität: Die Bestimmung ist für Quarz und Cristobalit selektiv, kann aber durch andere Staubkomponenten gestört werden. Eine eindeutige Identifizierung von Cristobalit kann dadurch insbesondere bei niedrigen Cristobalit-Anteilen beeinträchtigt sein.
Vorteile: Im Vergleich zur Infrarotspektroskopie wird die Analyse in der Regel nicht so stark durch andere Staubkomponenten gestört. Es sind personengetragene Messungen möglich.
Nachteile: Apparativ aufwändigeres Verfahren. Im Unterschied zur Infrarotspektroskopie etwa um den Faktor 2 höhere Nachweisgrenze.
Apparativer Aufwand: Durchflussgeregelte Pumpe mit Probenahmekopf und Partikelfilter
 Röntgendiffraktometer