DGUV Information 212-013 - Hitzeschutzkleidung (bisher: BGI/GUV-I 5167)

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Anhang 1, Gefährdungsbeurteilung Auszug "Schmelzbetrieb"
Anhang 1
Hitzeschutzkleidung (bisher: BGI/GUV-I 5167)

Anhangteil

Titel: Hitzeschutzkleidung (bisher: BGI/GUV-I 5167)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 212-013
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Anhang 1 – Gefährdungsbeurteilung Auszug "Schmelzbetrieb"

Einschmelzphase

Gefährdung:
  • Die Lärmemissionen bei Ofenbetrieb liegen in der Ofeneinhausung über 90 dB(A).

  • Die Lärmgefährdung kann zur Beeinträchtigung der Gesundheit, insbesondere zu einer Gehörschädigung und zu einer höheren Unfallgefahr führen.

  
Maßnahmen:
  • Vor dem Zünden des Lichtbogens muss das Chargiertor vollständig geschlossen werden.

  • Während des Einschmelzens die Ofeneinhausung nur zur Verrichtung von unvermeidbaren Tätigkeiten betreten.

  • Das Betreten der Ofeneinhausung darf nur mit vollständigem und geeignetem Gehörschutz erfolgen.




 
Gefährdung:
  • Beim Betreten der Ofeneinhausung während der Einschmelzphase kann es zum Auswurf von feuerflüssigen Massen kommen. Hierbei besteht die Gefahr, dass Mitarbeiter vom Auswurf getroffen werden und schwere Verbrennungen erleiden.

  
Maßnahmen:
  • Während des Einschmelzens die Ofeneinhausung nur zur Verrichtung von unvermeidbaren Tätigkeiten betreten.

  • Das Betreten der Ofeneinhausung darf nur mit vollständiger und geeigneter flammhemmender Schutzkleidung erfolgen.

  • Vor dem Betreten der Ofeneinhausung auf die freie Zugängigkeit der Fluchtwege achten.

  • Beim Betreten der Einhausung einen weiteren Mitarbeiter als Beobachter postieren. Dieser muss den Arbeitsbereich auf auftretende Gefährdungen beobachten und bei auftretender Gefahr den Mitarbeiter in der Einhausung warnen.

Einsatz der Frischlanze

Gefährdung:
  • Beim Einlegen der Sauerstofflanze besteht die Gefahr, dass der Sauerstoff freigegeben wird, bevor die Lanze in den Manipulator eingelegt wurde.

  • Die unkontrolliert umherschlagende Lanze kann den Mitarbeiter treffen und zu schweren Verletzungen führen.

  
Maßnahmen:
  • Der Leitstandmann muss sich vor der Freigabe des Sauerstoffs durch Beobachten des Manipulators davon überzeugen, dass die Lanze in den Manipulator eingelegt ist und dass sich kein Mitarbeiter mehr in dem Bereich befindet.




 
Gefährdung:
  • Während des Blasvorganges kann es zum Auswurf von feuerflüssigen Massen kommen, die bis in den Verkehrsweg hinein spritzen.

  
Maßnahmen:
  • Beim Begehen des Bereiches während des Blasvorganges immer den Sauerstofflanzen-Manipulator beobachten. Bei starkem Auswurf warten und wenn möglich in weitem Abstand zum Manipulator dem Bereich passieren.

Temperaturmessung und Probeentnahme aus der Umfüllpfanne

Gefährdung:
  • Bei der Temperaturmessung mit der Handlanze sowie der manuellen Probenahme kann es zum Auswurf von Stahl-/Schlackespritzern kommen.

  • Außerdem ist der Mitarbeiter einer erhöhten Hitzestrahlung ausgesetzt.

  
Maßnahmen:
  • Nur trockene Arbeitsgeräte verwenden, um eine Reaktion der Feuchtigkeit mit der Schmelze zu vermeiden.

  • Bei der Temperaturmessung mit der Handlanze sowie der manuellen Probenahme muss die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung getragen werden.

    • Schutzanzug, flammhemmend, hochgeschlossen, Ärmel heruntergekrempelt,

    • Hitzefeste Schutzhandschuhe,

    • Schutzhelm mit heruntergeklapptem Drahtvisier.

Abb. 11
Manuelle Teperaturmessung aus der Umfüllpfanne nach dem Ofenabstich.