DGUV Information 215-316 - Sicherheit bei Produktionen und Veranstaltungen - Bra...

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Abschnitt 1, 1 Brandentstehung
Abschnitt 1
Sicherheit bei Produktionen und Veranstaltungen - Brandschutz im Dekorationsbau Fernsehen, Hörfunk, Film, Theater, Veranstaltungen (bisher: BGI 810-6)
Titel: Sicherheit bei Produktionen und Veranstaltungen - Brandschutz im Dekorationsbau Fernsehen, Hörfunk, Film, Theater, Veranstaltungen (bisher: BGI 810-6)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 215-316
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 1 – 1 Brandentstehung

Um die Maßnahmen des Brandschutzes verstehen zu können, ist es notwendig, die Grundlagen des Verbrennungsvorganges zu kennen. Brände entstehen, wenn drei Voraussetzungen zusammentreffen:

Faktoren der Brandentstehung

Weil eine Sauerstoffreduzierung in Veranstaltungs- und Produktionsstätten nicht infrage kommt, bestehen die Maßnahmen zur Verhinderung einer Brandentstehung im Prinzip darin,

  • Zündquellen zu vermeiden,

  • bei Vorhandensein von nicht vermeidbaren Zündquellen einen ausreichenden Abstand zu brennbaren Materialien einzuhalten,

  • Materialien so auszuwählen oder zu behandeln, dass eine Entzündung erschwert wird.

Die Zusammensetzung des brennbaren Materials, die Zufuhr und die Konzentration von Sauerstoff und die Temperatur der Zündquelle bestimmen im Wesentlichen die Entstehung eines Brandes.

Jeder Brand führt zur Entstehung von Rauchgasen, die auch zur Brandausbreitung beitragen (Durchzündung "Flash-Over") und toxisch sein können.

Zündquellen

Um möglichst bereits die Entstehung von Bränden zu verhindern, muss im Bereich der Ausstattung den möglichen Zündquellen besondere Beachtung geschenkt werden. Neben den offensichtlichen Zündquellen - zum Beispiel Pyrotechnik und feuergefährliche Vorgänge (siehe auch BGI 812 "Pyrotechnik in Veranstaltungs- und Produktionsstätten für szenische Darstellungen" und BGI 810-5 "Sicherheit bei Produktionen und Veranstaltungen - Besondere szenische Effekte und Vorgänge") -, sollten auch die weniger erkennbaren Zündquellen - zum Beispiel Strahlungswärme - in die Gefährdungsbeurteilung mit einfließen.

Mögliche Zündquellen können sein:

  • Rauchen, offenes Feuer (Kerzen, Flambieren)

  • Feuergefährliche Effekte (Flammen, Kamine)

  • Pyrotechnik

  • Defekte elektrische Anlagen, Betriebsmittel und Requisiten (Lampen, Haushaltsgeräte)

  • Trenn-, Schneid- und Schweißarbeiten

  • Wärmestrahlung (Scheinwerfer, Kamin)

  • Wärmestau (Scheinwerfer, Lichtkästen, in Dekorationen eingebaute Lichtquellen, elektrische Betriebsmittel)

  • Heiße Oberflächen (Gastronomie)

  • Brandstiftung