DGUV Information 205-010 - Sicherheit im Feuerwehrdienst Arbeitshilfen für Siche...

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Abschnitt A8.2, Methoden der Unterweisung
Abschnitt A8.2
Sicherheit im Feuerwehrdienst Arbeitshilfen für Sicherheit und Gesundheitsschutz (bisher: BGI/GUV-I 8651)
Titel: Sicherheit im Feuerwehrdienst Arbeitshilfen für Sicherheit und Gesundheitsschutz (bisher: BGI/GUV-I 8651)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 205-010
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt A8.2 – Methoden der Unterweisung

  • Ein perfekter Unterweisungsvortrag führt nicht zwangsläufig zu sicherem Verhalten, denn:

    • Gesagt bedeutet noch nicht gehört.

    • Gehört bedeutet noch nicht verstanden.

    • Verstanden bedeutet noch nicht einverstanden.

    • Einverstanden bedeutet noch nicht angewendet.

    • Angewendet bedeutet noch nicht beibehalten.

  • Je höher der Grad der Beteiligung der Teilnehmer, umso größer ist die Wirksamkeit einer Unterweisung. Nachfolgende Methoden eignen sich für Unterweisungen:

Kleingruppenorientierte Unterweisung:

  • Am wirksamsten sind Unterweisungen in Kleingruppen von sechs bis neun Teilnehmern. Spezielle übungs- oder einsatzbedingte Situationen können zu Grunde gelegt und besprochen oder geübt werden.

  • Fragestellungen werden im Gespräch bearbeitet. Der Unterweiser lenkt das Gespräch und beschränkt seine eigene Rolle als Informierender so weit wie möglich.

Medienorientierte Unterweisung:

  • Durch filmunterstützte Unterweisungen können sowohl ideale Arbeitsweisen, mögliche Fehler und mögliche Folgen im Bild dargestellt werden. Filme werden sinnvoll zu Lehrkonzepten ergänzt, wenn sie Zusammenfassungen, Verständnis- und Umsetzungsfragen oder Übungen enthalten.

  • Bildunterstützte Unterweisungen ermöglichen den Einstieg in ein Sicherheitsgespräch. Sie erleichtern Fragestellungen zur Ermittlung und Beurteilung von Gefährdungen bei Übungen und Einsätzen.

Unterrichtsbezogene Unterweisung:

  • Für unterrichtsbezogene Unterweisungen stehen mittlerweile viele gut ausgearbeitete Lehrmaterialien zur Verfügung. Methodisch sinnvoll ist dabei das Vorgehen durch Fragestellungen in drei Schritten:

    1. 1

      durch Fragen interessieren,

      z.B.: Was kann dir passieren?

    2. 2

      durch Fragen aktivieren,

      z.B.: Was kann getan werden?

    3. 3

      durch Fragen verpflichten,

      z.B.: Was wirst du tun?

Aber: Keine Abschreckungsmethode:

  • Abschreckung wirkt kurzfristig sehr stark, wird aber langfristig verdrängt.

  • Der Mensch entwickelt für sich sehr schnell Gegenargumente. Motto: Das ist alles nicht so schlimm. Ich passe schon auf. Das trifft nur andere.

"Was kann hier passiert sein?" - Möglichkeit einer bildunterstützten Frage als Einstieg in eine Unterweisung