DGUV Information 213-032 - Gefahrstoffe im Krankenhaus Pflege- und Funktionsbere...

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Abschnitt 11, Röntgenchemikalien
Abschnitt 11
Gefahrstoffe im Krankenhaus Pflege- und Funktionsbereiche (bisher: BGI/GUV-I 8596)
Titel: Gefahrstoffe im Krankenhaus Pflege- und Funktionsbereiche (bisher: BGI/GUV-I 8596)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 213-032
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 11 – Röntgenchemikalien

Gefährdung

Bei Tätigkeiten mit Röntgenchemikalien, wie Entwicklern, Fixierern und Stoppbädern können Hauterkrankungen, z.B. Hautreizungen oder Kontaktekzeme, Allergien oder auch akute Verletzungen wie Verätzungen der Haut oder der Augen auftreten. Aus den Bädern können Dämpfe von Essigsäure sowie die Gase Ammoniak und Schwefeldioxid entweichen. Die Dämpfe und Gase können reizend auf die Atemwegsorgane wirken.

Für Hydrochinon, das häufig in Entwicklern enthalten ist, besteht außerdem der Verdacht auf eine krebserzeugende und erbgutverändernde Wirkung. Aus der leicht alkalischen, wässrigen Entwicklerlösung kann Hydrochinon nicht verdampfen.

Schutzmaßnahmen

Substitution

Folgende Ersatzlösungen müssen geprüft werden:

  • Digitale Verfahren anwenden.

  • Automatische Entwicklungsmaschinen anstelle von manueller Entwicklung anwenden.

  • Produkte einsetzen, die keine sensibilisierenden Inhaltsstoffe enthalten.

Technische Schutzmaßnahmen

Dämpfe sollten möglichst an der Entwicklungsmaschine abgesaugt werden. Es ist für eine gute Raumbe- und -entlüftung im Entwicklungsraum zu sorgen.

Bei der Schalenentwicklung ist mit Entwicklerzangen zu arbeiten.

Persönliche Schutzmaßnahmen

Augenschutz

Bei Spritzgefahr, z.B. beim Ansetzen, Umfüllen oder bei Reinigungsarbeiten, insbesondere bei Tätigkeiten mit Konzentraten, ist eine Schutzbrille zu tragen.

Handschutz

Bei möglichem Hautkontakt zu Röntgenchemikalien, z.B. bei Betriebsstörungen, oder wenn zur "Rettung" des Filmes in das Bad gegriffen werden muss, sind geeignete Chemikalienschutzhandschuhe zu tragen. Bei der Auswahl eines geeigneten Handschuhs sollte sich der Unternehmer durch Handschuh- oder Produkthersteller (z.B. Angaben im Sicherheitsdatenblatt) beraten lassen. Als geeignete Handschuhmaterialien werden von den Herstellern Nitrilkautschuk oder Polychloropren genannt.

Atemschutz

Atemschutz ist im allgemeinen nicht erforderlich.

Betriebsanweisung und Unterweisung

Für die Tätigkeit der Röntgenentwicklung ist eine Betriebsanweisung zu erstellen und die Beschäftigten sind anhand der Betriebsanweisung zu unterweisen.