DGUV Information 213-032 - Gefahrstoffe im Gesundheitsdienst (DGUV Information 2...

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Abschnitt 10.1, 10.1 Schutzhandschuhe im Gesundheitsdienst
Abschnitt 10.1
Gefahrstoffe im Gesundheitsdienst (DGUV Information 213-032)
Titel: Gefahrstoffe im Gesundheitsdienst (DGUV Information 213-032)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 213-032
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 10.1 – 10.1 Schutzhandschuhe im Gesundheitsdienst

Schutzhandschuhe werden aus hygienischen Gründen verwendet. Das Tragen von Handschuhen ist zudem eine wichtige Maßnahme im systematisch durchgeführten Hautschutz. Es kann Schutz vor Infektionen und vor hautschädigenden Stoffen wie Irritantien und allergenen Arbeitsstoffen bieten.

In feuchtigkeitsundurchlässigen Schutzhandschuhen kann es in Abhängigkeit von der Tragezeit und der individuellen Disposition zu einem Wärme- und Feuchtigkeitsstau kommen. Die Hornschicht quillt auf, wodurch ihre Barrierewirkung nachlässt. Wenn Handschuhe längere Zeit getragen werden, empfiehlt sich zur Verbesserung des Tragekomforts die Verwendung von Unterziehhandschuhen zum Beispiel aus Baumwolle oder aus anderen Geweben mit vergleichbaren Eigenschaften (Saugfähigkeit und Hautverträglichkeit). Das Verwenden von Handschuhen ist für die Haut weniger belastend als ein direkter Wasserkontakt. Deshalb ist dem Handschuhtragen der Vorrang vor dem direkten Wasserkontakt zu geben, da der hautschützende Effekt durch Handschuhe größer als der hautschädigende Effekt durch Okklusion ist.

Schutzhandschuhe im Gesundheitsdienst können aus Elastomeren und Thermoplasten bestehen. Am häufigsten kommen Elastomere zum Einsatz. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Handschuhmaterialien.

Tabelle 4
Handschuhmaterialien

Gummihandschuhe (Elastomere) aus: Kunststoffhandschuhe(Thermoplaste) aus:
Nitril (Nitril-Kautschuk, Nitril-Butyl-Rubber)Polyvinylchlorid (Vinyl, PVC)
Polychloropren (Neoprene)® Polyethylen (PE) - Folie
Styrol-Etylen-Butylen-Styrol (Tactylon)® Polyethylen (PE) - Copolymer
Latex (Naturkautschuk, Natural Rubber) 

Neben den erwünschten schützenden Eigenschaften können Handschuhe materialabhängig auch zu Hautproblemen führen, indem bestimmte Handschuhinhaltsstoffe Allergien auslösen (z. B. als Kontakturtikaria infolge einer Typ-I-Allergie auf Naturgummilatex-Proteine oder als allergisches Handekzem nach Erwerb einer Typ-IV-Allergie auf Handschuhzusatzstoffe).