DGUV Information 215-611 - Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute Hinweise f...

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Abschnitt 3.1, Ein- und Ausgänge
Abschnitt 3.1
Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute Hinweise für die Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung zur Umsetzung der Unfallverhütungsvorschrift "Kassen" i.V.m. §§ 5 und 6 Arbeitsschutzgesetz (bisher: BGI/GUV-I 819-1)
Titel: Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute Hinweise für die Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung zur Umsetzung der Unfallverhütungsvorschrift "Kassen" i.V.m. §§ 5 und 6 Arbeitsschutzgesetz (bisher: BGI/GUV-I 819-1)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 215-611
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 3.1 – Ein- und Ausgänge

Das Überfallgeschehen zeigt, dass beim Betreten und Verlassen der Geschäftsstelle bzw. des Gebäudes eine besondere Gefährdung für die Versicherten entsteht.

Ein- und Ausgänge für den Publikumsverkehr

Hierzu zählen z.B. Türen oder Trennelemente, die während des Kundenverkehrs für Personen zur Nutzung der Selbstbedienungs-Automaten und der Inanspruchnahme persönlicher Serviceleistungen offen gehalten werden bzw. zu den Geschäfts- und Servicezeiten auf- oder abgeschlossen werden.

Eingangsbereiche und SB-Zonen sollen einen großflächigen Überblick von innen und außen ermöglichen, damit Versicherte und Kunden schon frühzeitig verdächtige Verhaltensweisen erkennen können.

Einer Gefährdung sind Versicherte ausgesetzt, wenn

  • ein Kunden-/Personaleingang benutzt wird, der nur über den SB-Bereich erreicht werden kann, in dem sich verdächtige Personen aufhalten, die den Automatenbereich nicht nach kurzer Zeit wieder verlassen,

  • sich Kunden nach Geschäftsschluss noch im Kundenraum aufhalten und die Kassensicherungen unwirksam sind oder Wertbehältnisse für die Ver- und Entsorgung geöffnet sind,

  • sich Personen im Kundenraum oder angrenzenden Räumen verstecken können (z.B. Toiletten, Besprechungsräume),

  • sie zum Auf- und Abschließen der Kundeneingangstür den gesicherten Bereich verlassen.

Ein- und Ausgänge ohne Publikumsverkehr

Eine Gefährdung für Versicherte besteht, wenn

  • Personaleingänge über uneinsehbare Einfahrten, Hinterhöfe, Gärten oder Treppenräume etc. erreicht werden,

  • das Abfangen beim Betreten und Verlassen möglich ist,

  • ein Mitarbeiter alleine die Geschäftsstelle betritt oder verlässt,

  • das Abfangen an von öffentlichen Bereichen uneinsehbaren Zugängen zu bankinternen Bereichen erfolgen kann,

  • die Verbindungstüren vom Personaleingang oder Kundenbereichen zu institutsinternen Geldbearbeitungsräumen oder Wertschutzräumen keine zusätzlichen Sicherungen aufweisen,

  • außerhalb der Öffnungszeiten Versicherte bereits die Geschäftsstelle verlassen und Kassen- und Wertesicherungen für die Ver- und Entsorgung geöffnet sind.

Türen, die nicht als Personal- oder Kundeneingang benutzt werden, z.B. Notausgänge oder Lieferanten-Eingänge, beinhalten das Risiko der Manipulation, so dass sie von Tätern zu gegebener Zeit unbemerkt benutzt werden können.