DGUV Information 210-005 - Kegel- und Bowlinganlagen (bisher: BGI/GUV-I 8689)

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Abschnitt 4.7, Ballheber
Abschnitt 4.7
Kegel- und Bowlinganlagen (bisher: BGI/GUV-I 8689)
Titel: Kegel- und Bowlinganlagen (bisher: BGI/GUV-I 8689)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 210-005
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 4.7 – Ballheber

Gefahrenbereich Ballheber

Gefahrstellen können an kraftbetriebenen Ballhebern vorhanden sein, z.B.

  • Einzugsstellen im Bereich der Riementriebe (Abb. 31, 33),

  • Quetsch-, Scher-, Einzugsstellen zwischen bewegten Bauteilen und fest stehenden Bauteilen (Abb. 32)

    und

  • Quetsch- und Scherstellen zwischen dem transportierten Ball und festen Maschinenteilen (Abb. 34).

Abb. 31 Einzugsstelle zwischen Flachriemen und Umlenkrolle

Abb. 32 Einzugsstelle zwischen kraftbetriebener Rolle und fest stehenden Bauteilen (Ansicht von oben)

Abb. 33 Einzugsstellen im Bereich des Riementriebes

Abb. 34 Quetschstelle zwischen Ball und Querstrebe

Schutzmaßnahmen Ballheber

Geeignete Schutzmaßnahmen zur Sicherung der Einzugsstellen der Riementriebe und der Quetsch-, Scher- und Einzugsstellen zwischen bewegten und feststehenden Bauteilen ist eine Verkleidung (Abb. 35), in Verbindung mit einem Schutztunnel (Abb. 37). Die Länge des Schutztunnels kann durch zusätzliche Maßnahmen, z.B. durch eine selbsttätig in Schutzstellung fallende Klappe, verringert werden.

Kann kein Schutztunnel montiert werden, müssen Quetsch-, Scher- und Einzugsstellen konstruktiv oder durch einzelne Schutzmaßnahmen gesichert werden, z.B. durch

  • eine mit dem Antrieb elektrisch verriegelte Klappe (Abb. 36),

  • die Einhaltung eines Abstandes von maximal 4 mm (Einzugsstelle siehe Abb. 32).

Der Ballheber schaltet sich vollautomatisch ein, wenn ein Ballwurf erfolgt. Damit Personen, die am Ballheber Servicearbeiten durchführen, durch diesen nicht gefährdet werden, ist dieser mit einer Netz-Trenneinrichtung auszurüsten.

Abb. 35 Verkleidung des Ballhebers

Abb. 36 Schutzmaßnahme: Bewegliche Klappe (mit dem Antrieb elektrisch verriegelt)

Abb. 37 Schutzmaßnahme: Schutztunnel

Revisionsklappen sind stets geschlossen zu halten. Sie dürfen nur mit einem Hilfsmittel zu öffnen sein (Abb. 39). Bohrungen müssen kleiner als 6 mm sein.

Abb. 38 Bei geöffneter Revisionsklappe Gefährdung durch den zum Ballheber laufenden Ball