DGUV Information 215-612 - Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute Anforderun...

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Abschnitt 1.5, Arten von Überfällen
Abschnitt 1.5
Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute Anforderungen an die sicherheitstechnische Ausrüstung von Geschäftsstellen i.V.m. §§ 5 und 6 Arbeitsschutzgesetz (bisher: BGI/GUV-I 819-2)
Titel: Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute Anforderungen an die sicherheitstechnische Ausrüstung von Geschäftsstellen i.V.m. §§ 5 und 6 Arbeitsschutzgesetz (bisher: BGI/GUV-I 819-2)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 215-612
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 1.5 – Arten von Überfällen

Typische Überfälle

Typische Überfälle sind die Überfälle, die während der Geschäftsöffnungszeiten ablaufen. Die Täter betreten dabei die Geschäftsstelle fast ausschließlich über den Kundeneingang.

Bei typischen Überfällen lassen sich verschiedene Vorgehensweisen der Täter unterscheiden:

  • Täter fordern die Herausgabe des griffbereiten Geldbestandes,

  • Täter fordern die Auszahlungen aus den Beschäftigtenbedienten Banknotenautomaten oder

  • Täter fordern Bargeld aus dem Neben-/Hintergrundbestand,

  • Überfälle auf Versicherte während des Geldtransportes und bei der Ver- und Entsorgung z.B. von Banknotenautomaten.

Atypische Überfälle

Dabei handelt es sich um Überfälle, die in einer Geschäftsstelle außerhalb der Geschäftsöffnungszeiten ablaufen. Ziel des Angriffs sind dabei grundsätzlich die Hintergrundbestände.

Die Täter versuchen durch Abfangen der Versicherten

  • beim Betreten/Verlassen der Geschäftsstelle,

  • nach Einschleichen in die Geschäftsstelle,

  • nach Einbruch in die Geschäftsstelle,

  • im privaten Bereich, Beute zu erzielen.

Beim Abfangen von Versicherten werden häufig zusätzlich zu den Versicherten auch deren Familienangehörige in das Überfallgeschehen einbezogen. Sie dienen dann bis zur Beendigung der Tat als Geisel. Die Täter betreten in der Regel zur Geldübergabe die Geschäftsräume gemeinsam mit den Versicherten.