DGUV Information 215-612 - Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute Anforderun...

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Abschnitt 3.4, Übertragungswege
Abschnitt 3.4
Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute Anforderungen an die sicherheitstechnische Ausrüstung von Geschäftsstellen i.V.m. §§ 5 und 6 Arbeitsschutzgesetz (bisher: BGI/GUV-I 819-2)
Titel: Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute Anforderungen an die sicherheitstechnische Ausrüstung von Geschäftsstellen i.V.m. §§ 5 und 6 Arbeitsschutzgesetz (bisher: BGI/GUV-I 819-2)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 215-612
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 3.4 – Übertragungswege

Der Übertragungsweg ist die Verbindung zwischen der Gefahrenmeldeanlage und der Hilfe bringenden Stelle (Alarmempfangsstelle). Er kann im einfachsten Fall aus einem Netz und den beiden zugeordneten Netzabschlüssen bestehen oder aber aus unterschiedlichen Netzen, die innerhalb des Übertragungsweges miteinander verbunden sind. Weiterhin können innerhalb des Übertragungsweges zusätzliche Einrichtungen vorhanden sein, z.B. Kommunikationsgeräte, die einem Netzbetreiber, dem Betreiber einer Alarmübertragungsanlage oder Dritten gehören können.

Für Gefahrenmeldeanlagen kommen unterschiedliche Übertragungsarten zur Anwendung. Die jeweils erforderliche Variante ist abhängig von der Art der zu übertragenden Meldungen und dem Übertragungsstandard der Gefahrenmeldeanlage.

Varianten können sein:

Stehende Verbindungen, z.B.

  • analoge Festverbindungen (Standleitung),

  • digitale Festverbindung als Datendirektverbindung oder ISDN-Festverbindung im D-Kanal,

  • Festverbindung im X.25-Netz als Permanent Virtual Call-Verbindung oder als Switched Virtual Call-Verbindung,

  • TCP/IP (Transmission Control Protocol/Internet Protocol) als Festverbindung.

Bedarfsgesteuerte Verbindungen, z.B.

  • Telefonwählnetz (automatisches Telefonwähl- und Übertragungsgerät) mit analogem Teilnehmeranschluss,

  • ISDN-Netz B-Kanal,

  • Wählverbindung im X.25-Netz als Switched Virtual Call Verbindung,

  • Funknetze (z.B. GSM-Netze),

  • TCP/IP (Transmission Control Protocol/Internet Protocol) als Wählverbindung.

Durch Redundanz wird eine höhere Sicherheit erreicht.

Spezielle Anforderungen können sich aus Verträgen mit Sachversicherern, der Polizei oder dem Wach- und Sicherheitsunternehmen (Notruf- und Service-Leitstelle) ergeben. Automatische Wähl- und Ansagegeräte sind als Übertragungsgeräte nicht mehr zulässig.