DGUV Information 215-211 - Tageslicht am Arbeitsplatz - leistungsfördernd und ge...

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Abschnitt 5., Durch welche Faktoren wird der Tageslichteinfa...
Abschnitt 5.
Tageslicht am Arbeitsplatz - leistungsfördernd und gesund Die Handlungshilfe für die betriebliche Praxis (bisher: BGI/GUV-I 7007)
Titel: Tageslicht am Arbeitsplatz - leistungsfördernd und gesund Die Handlungshilfe für die betriebliche Praxis (bisher: BGI/GUV-I 7007)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 215-211
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 5. – Durch welche Faktoren wird der Tageslichteinfall durch Fenster bestimmt?

Wie viel Tageslicht ein Arbeitsplatz erhält, hängt neben natürlichen Faktoren, wie der Jahres- und Tageszeit sowie der Bewölkung, auch von Faktoren ab, die bei der Gestaltung der Arbeitsräume und der Gebäude berücksichtigt werden sollten.

Die nachfolgende Tabelle zeigt, unter welchen Bedingungen sich die Helligkeit am Arbeitsplatz bei Tageslichtbeleuchtung durch Fenster verringert.

EinflußfaktorenHelligkeit am Arbeitsplatz ist geringer, ...
Fenster
  • je kleiner die Fenster sind

  • je größer der Anteil von Rahmen und Versprossung ist

  • bei ungünstiger Anordnung der Fenster (siehe Abschnitt 12)

  • wenn beschichtete oder gefärbte Verglasungen eingesetzt werden (z.B. Sonnenschutz- und Wärmeschutzverglasungen)

  • bei Mehrfachverglasungen (z.B. Doppelglasfassaden)

  • je öfter Sonnenschutzvorrichtungen genutzt werden müssen

  • je stärker die Fenster verschmutzt sind

Lage des Arbeitsplatzes
  • je weiter sich der Arbeitsplatz in der Raumtiefe befindet

Innenraumgestaltung
  • je dunkler die Raumflächen (Decken, Wände, Böden) und große Oberflächen von z.B. Möbeln gestaltet sind

  • wenn z.B. durch Pfanzen, Stellwände oder größere Einrichtungen das Tageslicht am Arbeitsplatz abgeschattet wird

  • je stärker größere Flächen im Raum verschmutzt sind

Architektonische Gestaltung des Gebäudes
  • bei Verbauungen über den Fenstern (z.B. Balkone, Kragplatten)

  • bei zurückgesetzten Fenstern

  • bei niedrigen Sturzunterkanten oder hohen Brüstungshöhen der Fenster

  • wenn die Arbeitsräume hin zu Innenhöfen, Atrien, Lichtschächten oder in zurückgesetzten Gebäudeteilen liegen

Bebauung und Bepflanzung
  • je höher, größer und je näher Gebäude in der Umgebung sind

  • je höher, größer, näher und dichter bewachsen Pfanzen in der Umgebung sind

Ausrichtung des Gebäudes
  • bei Nord-, Nordost- oder Nordwestausrichtung der Arbeitsräume.

    Anmerkung: Trotzdem kann diese Lage wegen der geringeren Blendung vorteilhaft sein