DGUV Information 215-211 - Tageslicht am Arbeitsplatz - leistungsfördernd und ge...

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Abschnitt 10., Was ist zu beachten, damit Tageslicht die Mit...
Abschnitt 10.
Tageslicht am Arbeitsplatz - leistungsfördernd und gesund Die Handlungshilfe für die betriebliche Praxis (bisher: BGI/GUV-I 7007)
Titel: Tageslicht am Arbeitsplatz - leistungsfördernd und gesund Die Handlungshilfe für die betriebliche Praxis (bisher: BGI/GUV-I 7007)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 215-211
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 10. – Was ist zu beachten, damit Tageslicht die Mitarbeiter nicht stört?

Tageslicht hat hauptsächlich positive Effekte, kann aber auch stören. Zum Beispiel können Reflexionen und Blendungen die Sehaufgaben erschweren und es kann zu Fehlern kommen. Außerdem führen zu hohe Wärmeeinträge durch Sonnenstrahlung zu einer übermäßigen Aufheizung der Arbeitsräume.

Es ist wichtig, sorgfältig abzuwägen, in welchem Maße das einfallende Tageslicht zum Wohlbefinden der Mitarbeiter und zur Beleuchtung beiträgt oder inwieweit es zu Blendung und erhöhten Wärmeeinträgen führt. Solche Vorüberlegungen vermeiden unnötige Kosten z.B. für eine zusätzliche Raumklimatisierung.

An Fenstern und an Dachoberlichtern mit Einfall von direktem Sonnenlicht sollten Sonnenschutzvorrichtungen vorgesehen werden. Für Arbeitsräume mit Bildschirmarbeitsplätzen fordert die Bildschirmarbeitsverordnung an allen Fenstern geeignete, verstellbare Vorrichtungen, durch die sich Blendungen und störender Lichteinfall vermeiden lassen.

Sonnenschutzvorrichtungen an Fenstern werden entsprechend ihrer Bauart unterschieden in:

  • innen liegend

  • zwischen den Fensterscheiben liegend

  • außen liegend

Der innen liegende Sonnenschutz schützt wenig vor Wärmeeinträgen. Er ist in erster Linie als Blendschutz wirksam. Außen liegende Sonnenschutzvorrichtungen schützen dagegen wirkungsvoller vor Wärmeeinstrahlung.

Sonnenschutzvorrichtungen sollten verstellbar sein, das heißt geöffnet und geschlossen sowie für die Sichtverbindung nach außen individuell und entsprechend dem jeweiligen Sonnenstand eingestellt werden können. Dabei sollte der Raum zweckmäßigerweise nicht soweit verdunkelt werden, dass die künstliche Beleuchtung zugeschaltet werden muss. Vorteilhaft sind zweigeteilte Sonnenschutzvorrichtungen, die im unteren Bereich geschlossen werden können, während im oberen Bereich noch das Tageslicht einfällt. Eine für sie günstige Einstellung der Sonnenschutzvorrichtungen sollten die Mitarbeiter selbst vornehmen können.

In der BG-Information "Sonnenschutz im Büro - Hilfen für die Auswahl von geeigneten Blend- und Wärmeschutzvorrichtungen an Bildschirm- und Büroarbeitsplätzen" (BGI 827) finden Sie weitere Informationen und Auswahlkriterien für geeignete Sonnenschutzvorrichtungen.

Bei Dachoberlichtern kann die Blendung auch durch lichtstreuende Materialien begrenzt werden.