DGUV Information 215-510 - Beurteilung des Raumklimas Handlungshilfe für kleine ...

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Abschnitt 2.2, 2.2 Weitere Einflussgrößen
Abschnitt 2.2
Beurteilung des Raumklimas Handlungshilfe für kleine und mittlere Unternehmen (DGUV Information 215-510)
Titel: Beurteilung des Raumklimas Handlungshilfe für kleine und mittlere Unternehmen (DGUV Information 215-510)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 215-510
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 2.2 – 2.2 Weitere Einflussgrößen

Das Raumklima kann durch verschiedene Faktoren bestimmt werden:

  • Meteorologisches Klima (Sommerhitze, Winterkälte)

  • baulich bedingte Einflussgrößen, wie Raumgröße (Fläche und Höhe), Wand- und Deckenkonstruktion, Bodenbelag sowie Anteil und Ausrichtung der Fensterflächen

  • Maschinen und Geräte

  • Raumheizung, Raumkühlung oder der Einsatz raumlufttechnischer Anlagen (Lüftungsanlagen, Klimaanlagen, siehe Abschnitt 5 "Raumlufttechnische Anlagen")

Darüber hinaus kann das Raumklimaempfinden von folgenden Faktoren beeinflusst werden:

  • individuelle Faktoren (beispielsweise Körpergewicht, Geschlecht, Alter, Konstitution)

  • chemische und biologische Faktoren sowie Gerüche und die Zahl der Personen im Raum (siehe Abschnitt 3.1.4 "Büroarbeitsplätze und ähnliche Arbeitsplätze")

  • psychische Belastungen (siehe Abschnitt 6 "Psychische Belastungen")

Die Vielzahl dieser Einflussgrößen macht deutlich, dass das Raumklima keine konstante Größe darstellt und daher im Rahmen der Beurteilung des Raumklimas auch der ungünstigste Fall berücksichtigt werden sollte.

Hinweis
Thermisches Unbehagen kann neben einer zu hohen oder zu geringen Lufttemperatur noch durch folgende Faktoren verursacht werden:
  • Abkühlung oder Erwärmung einzelner Körperbereiche, verursacht z. B. durch Zugluft. Zugluft ist eine zu hohe Luftbewegung, die zur örtlichen Abkühlung des menschlichen Körpers führen kann. Zugluft hängt ab von der Höhe der Lufttemperatur, Luftgeschwindigkeit und dem Turbulenzgrad (ein Maß für die Luftverwirbelung)

  • zu große vertikale oder horizontale Temperaturdifferenzen. Unterschiedlich warme oder kalte Flächen, z. B. kaltes Fenster und gegenüberliegende warme Wand, warmes Fenster und gegenüberliegende kühle Wand, warmer Fußboden und kühle Decke, warme Decke und kühler Fußboden

  • zu hohe körperliche Belastung oder unangepasste Bekleidung

  • Sonneneinstrahlung über Fensterflächen

Siehe auch DGUV Information 215-444 "Sonnenschutz im Büro".