DGUV Information 203-046 - Umgang mit Holzmasten (DGUV Information 203-046)

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Abschnitt 4.3, 4.3 Transport am Einsatzort
Abschnitt 4.3
Umgang mit Holzmasten (DGUV Information 203-046)
Titel: Umgang mit Holzmasten (DGUV Information 203-046)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 203-046
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 4.3 – 4.3 Transport am Einsatzort

4.3.1 Transport mit technischem Gerät

Für den Transport von Holzmasten am Einsatzort sind technische Hilfsmittel einzusetzen.

Technische Hilfsmittel zum Transport von Holzmasten am Einsatzort sind z. B.

  • Seilwinden

  • Bagger

  • LKW mit Ladekran

  • Mehrzweckgeräte

4.3.2 Manueller Transport

Abweichend von Abs. 4.3.1 dürfen Maste auch manuell transportiert werden, wenn der Einsatz technischer Hilfsmittel unverhältnismäßig und der manuelle Transport mit dem Schutz der Beschäftigten vereinbar ist.

Der Einsatz technischer Hilfsmittel kann z. B. bei nicht befahrbaren Zuwegungen unverhältnismäßig sein.

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Abb. 4.3.1.1
Beispiel für den Transport eines Holzmasten mit einem Mehrzweckgerät

Manuelle Transportarbeiten sollten nur in Ausnahmefällen durchgeführt werden. Hierbei sollte die Last für einen männlichen Beschäftigten 40 kg bei ebenem Gelände nicht überschreiten. Es werden dabei bevorzugt Transporthilfen eingesetzt.

  • Es wird auf die grundsätzlichen Regelungen der Lastenhandhabungsverordnung verwiesen. Zur Beurteilung manueller Transportarbeiten siehe auch "Handlungsanleitung zur Beurteilung der Arbeitsbedingungen beim Heben und Tragen von Lasten" (LASI-Veröffentlichung LV 9).

Falls Masten manuell transportiert werden, sind folgende Maßnahmen zu berücksichtigen:

  • die Beschäftigten werden nach Körpergröße geordnet eingesetzt

  • die Beschäftigten verwenden polsternde Schulterauflagen

  • beim Tragen auf der Schulter stehen alle Träger auf einer Mastseite

  • am Hang wird der Mast nur auf der talseitigen Schulter getragen

  • die Last wird aus der Kniebeuge angehoben

  • es wird auf Kommando des hinten stehenden Trägers angehoben

  • der Mast wird nicht über den Kopf gehoben

  • der Mast wird nicht abgeworfen, sondern auf Kommando des hinten stehenden Trägers von den Schultern abgesetzt

  • die Beschäftigten stehen nicht in Rollrichtung des Mastes

Es gibt keine rechtsverbindlichen Grenzwerte für Lastgewichte für alle Beschäftigten. Da die Beanspruchung des Muskel-Skelett-Systems von Zeitdauer/Häufigkeit, Körperhaltungen, Ausführungsbedingungen und Lastgewichten abhängt, sind diese Faktoren in ihrer Kombination zu beachten.

  • Hilfestellung zur Gefährdungsbeurteilung bietet hier die Leitmerkmalmethode "Heben, Halten, Tragen" der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAUA) Lasten größer 40 kg für Männer und 25 kg für Frauen sind jedoch grundsätzlich als Risiko einzustufen.