DGUV Information 203-046 - Umgang mit Holzmasten (bisher: BGI/GUV-I 5136)

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Abschnitt 3.1, 3 Transport 3.1 Be- und Entladearbeiten mit L...
Abschnitt 3.1
Umgang mit Holzmasten (bisher: BGI/GUV-I 5136)
Titel: Umgang mit Holzmasten (bisher: BGI/GUV-I 5136)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 203-046
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 3.1 – 3
Transport

3.1
Be- und Entladearbeiten mit Lkw-Ladekranen

Der Unternehmer benennt körperlich und fachlich geeignete Personen für die Bedienung von Lkw-Ladekranen.

Die körperliche Eignung zur Durchführung von Fahr- und Steuertätigkeiten kann z.B. durch eine ärztliche Untersuchung nach dem Berufsgenossenschaftlichen Grundsatz für arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen G 25 "Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten" (BGI/GUV-I 504-25) nachgewiesen werden.

Zur fachlichen Eignung gehören u.a. Kenntnisse über:

  • Bedienung des Lkw-Ladekrans

  • Beurteilung des Gefahrbereiches

  • Auswahl und Einsatz von Lastaufnahmemitteln

  • Handhabung von Holzmasten

  • Sicherung der Arbeitsstelle im Straßenverkehr

  • standsicheres Aufstellen des Lkw-Ladekrans

  • die Einhaltung von Prüffristen der Arbeitsmittel.

Die für die Bedienung des Ladekrans benannte Person sorgt dafür, dass sich keine unbefugten Personen im Gefahrbereich aufhalten. Ist der Einsatz von Hilfskräften bei den Verladearbeiten erforderlich, werden diese vom Bediener des Ladekrans angewiesen.

Bild 2: Als Gefahrbereich beim Verladen von Holzmasten gilt der für die jeweilige Arbeit erforderliche horizontale und vertikale Bewegungsraum des Krans oder Baggers einschließlich des Holzmastes.

Lkw mit Ladekranen werden vor dem Verladevorgang durch die fahrzeugeigenen Stützen gegen Umkippen gesichert. In Abhängigkeit von der Bodenbeschaffenheit werden entsprechend geeignete Unterlegplatten eingesetzt.

In der ungünstigsten Lage des Verladearms kann die einzelne Stütze des Lkw mit bis zu 80 % des Lkw-Gesamtgewichts belastet werden. Die Bodenbeschaffenheit reicht in der Regel nicht aus, diese Last ohne Unterlegplatten aufzunehmen.

Bild 3 und 4: Lkw-Stütze mit Unterlegplatte und Aufnahmevorrichtung am Lkw

Damit Unterlegplatten am Einsatzort zur Verfügung stehen, ist es sinnvoll, die Lkw mit dafür geeigneten Aufnahmevorrichtungen auszustatten.

Der Unternehmer stellt die Transportfahrzeuge mit den erforderlichen Hilfsmitteln zur Durchführung der Be- und Entladearbeiten zur Verfügung.

Die für die Bedienung des Lkw-Ladekrans benannte Person sorgt für die Vollständigkeit der Hilfsmittel, prüft diese auf augenfällige Mängel vor der Benutzung und veranlasst gegebenenfalls deren Ersatz oder Austausch. Sie verstaut die Hilfsmittel vor Fahrtantritt und sichert sie gegen Verlieren.

Bild 5: Beispielhafte integrierte Verstaumöglichkeit für Arbeits- und Hilfsmittel in einem Lkw