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Anhang 2 TRBA 130, Fachkunde
Anhang 2 TRBA 130
Technische Regeln für Biologische Arbeitsstoffe Arbeitsschutzmaßnahmen in akuten biologischen Gefahrenlagen (TRBA 130)
Bundesrecht
Titel: Technische Regeln für Biologische Arbeitsstoffe Arbeitsschutzmaßnahmen in akuten biologischen Gefahrenlagen (TRBA 130)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: TRBA 130
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Technische Regel

Anhang 2 TRBA 130 – Fachkunde

1. Zielsetzung

Für den Einsatz in biologischen Gefahrenlagen sind spezielle Kenntnisse unabdingbar. Zur Vermittlung der Fachkunde sind in der Regel spezielle Lehrgänge erforderlich. Die Teilnehmer sollen nach Ablauf des Lehrgangs befähigt sein, folgende Tätigkeiten in Ergänzung zu seiner jeweiligen Fachaufgabe umfassend und sicher durchzuführen:

  • sichere Verwendung der persönlichen Schutzausrüstung,

  • Probenahme,

  • kontaminationsfreies Verpacken,

  • Dekontamination/Desinfektion,

  • nachbereitende Maßnahmen sowie

  • Verhalten und Maßnahmen im Falle eines Unfalles während des Probentransportes.

Um diese Aufgaben durchführen zu können, müssen den Teilnehmern Kenntnisse, Fertigkeiten, Fähigkeiten und Einstellungen gegenüber "Biologischen Gefahrenlagen" vermittelt werden.

2. Umfang

Es kommt darauf an, dass der Lehrgangsteilnehmer

  • die rechtlichen Grundlagen kennt,

  • die Gefährdung durch biologische Agenzien versteht,

  • die Auswirkungen einschätzen kann,

  • die Prinzipien der Gefahrenabwehr und Gefahrenminimierung erkennt und anwenden kann,

  • Maßnahmen zum Eigen- und Drittschutz beherrscht,

  • Grundlagen der Probenahme und der Beförderung zu Laboreinrichtungen beherrscht.

3. Vermittlung

Die Stoffvermittlung soll in Form von Unterricht und praktischen Übungen erfolgen. Durch handlungsorientierte Ausbildung sind Einzelqualifikationen wie Umsicht, Zuverlässigkeit, Fachwissen, Aufmerksamkeit, Einschätzen der Auswirkungen der Arbeit sowie die Auswertung und Bewertung von Informationen auszuprägen und zu festigen.

Die mit der Fachkunde erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten sind durch regelmäßige, mindestens einmal jährlich durchzuführende Schulungen aufzufrischen und zu trainieren.

Aus- und Fortbildung im Sinne der aktuellen Regeln der Feuerwehrdienstvorschrift 500 sind als gleichwertig anzusehen.