DGUV Information 203-033 - Ausästarbeiten in der Nähe elektrischer Freileitungen...

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Abschnitt 7.3, 7.3 Beispiele für Ausästarbeiten
Abschnitt 7.3
Ausästarbeiten in der Nähe elektrischer Freileitungen (DGUV Information 203-033)
Titel: Ausästarbeiten in der Nähe elektrischer Freileitungen (DGUV Information 203-033)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 203-033
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 7.3 – 7.3 Beispiele für Ausästarbeiten

7.3.1 Sicheres Ausästen

Äste, Werkzeug und Maschinen erreichen nicht den Schutzabstand (auch nach dem Abschneiden nicht).

Keine Freischaltung erforderlich!

Abb. 13

Abb. 14

Abb. 15

7.3.2 Gefahr durch fallende Äste

Äste erreichen den Schutzabstand nicht, können jedoch hinfallen.

Lebensgefahr!
Freischalten zwingend erforderlich!

Abb. 17

7.3.4 Gefahr durch fallende Äste und sonstige Arbeitsmittel

Äste und Arbeitsmittel, z. B. Hubarbeitsbühnen, können den Schutzabstand unterschreiten.

Lebensgefahr!
Freischalten zwingend erforderlich!

Abb. 18

7.3.5 Beispiele für Bewuchs unter der Freileitung

  • Die Baumspitze unterschreitet den Schutzabstand nicht. Auch nach dem Ausästen ist das Unterschreiten des Schutzabstandes nicht zu erwarten.

  • Das Eindringen von Arbeitsmitteln in den Schutzabstand bei Arbeiten an Bäumen oder Sträuchern unter- und außerhalb des Schutzabstandes ist bei umsichtiger Arbeitsweise ebenfalls nicht zu erwarten.

Keine Freischaltung erforderlich!

Abb. 19

  • Baumspitze unterschreitet den Schutzabstand. In Zusammenhang mit möglichen Bewegungen des Baumes - im Regelfall kippt er zur Seite weg und vollzieht keine Aufwärtsbewegung - stellt dies jedoch noch keine unmittelbare Gefährdung dar.

Rücksprache mit dem Freileitungsbetreiber erforderlich!

Abb. 20

7.3.6 Gefahrenbereiche bei Ausäst- und Fällarbeiten

Gefahrenbereich bei Ausästarbeiten

Als Fallbereich (= Gefahrenbereich) ist die doppelte Ast- oder Stammteillänge rund um die Schnittstelle anzusehen, mindestens jedoch 6 m.

Abb. 21

Gefahrenbereich bei Fällarbeiten

Als Gefahrenbereich gilt die doppelte Baumlänge als gedachter Kreis um den zu fällenden Baum herum.

Gefahrenbereich = doppelte Baumlänge rundum

Merke:
Im gesamten Gefahrenbereich dürfen sich nur die mit dem Fällen Beschäftigten aufhalten.

Abb. 22

Bestimmung der Baumhöhe

Nehmen Sie einen Zweig, der Ihrer Armlänge entspricht. Halten Sie diesen Zweig senkrecht nach oben am ausgestreckten Arm vor sich und bewegen Sie sich auf den Baum zu oder von ihm fort, bis die Spitze des Zweiges mit der Wipfelspitze zur Deckung kommt. Der Abstand bis zum Baum plus Ihrer Körpergröße ergibt die Baumhöhe.

Abb. 23