DGUV Information 213-018 - Papierherstellung und Ausrüstung Sichere Maschinen un...

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Abschnitt 3.7, Arbeitsplätze, Zugänge, Laufstege, Durchgänge
Abschnitt 3.7
Papierherstellung und Ausrüstung Sichere Maschinen und Anlagen Teil 1 Gemeinsame Anforderungen (bisher: BGI 860-1)
Titel: Papierherstellung und Ausrüstung Sichere Maschinen und Anlagen Teil 1 Gemeinsame Anforderungen (bisher: BGI 860-1)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 213-018
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 3.7 – Arbeitsplätze, Zugänge, Laufstege, Durchgänge

EN 1034-1, Abschnitt 5.5 (§ 9 VBG 7r)

Arbeitsplätze, die Mitarbeiter an Maschinen der Papierherstellung und Ausrüstung zum Bedienen, Rüsten, Beheben von Störungen und zum Instandhalten einnehmen müssen, müssen sicher und sicher erreichbar sein. Können Tätigkeiten nicht vom Maschinenflur aus durchgeführt werden, müssen Laufstege, ortsfeste Bühnen und sichere Zugänge vorhanden sein.

Besonders bei Bespannungs- und Walzenwechsel ist auf eine wirkungsvolle Absturzsicherung zu achten. Es darf heute einfach nicht mehr vorkommen, dass an den Laufstegen normgerechte Geländer vorhanden sind, die aber zum Filzwechsel ersatzlos entfernt werden: Wenn niemand auf dem Laufsteg arbeitet ist die Absturzsicherung vorhanden; wenn Mitarbeiter dort arbeiten müssen, besteht Absturzgefahr.

Bild 13 Die Arbeitsplätze an der Papiermaschine sind über ein System von Treppen und Laufstegen gut erreichbar.

Die Hersteller sind bemüht, Laufstege, Geländer und Treppen so zu gestalten, dass zu allen Arbeitsplätzen ein sicherer Zugang möglich ist und dort auch sicher gearbeitet werden kann. Speziell an Papiermaschinen sind in den letzten 20 Jahren sehr viele Verbesserungen umgesetzt worden, die man auch sofort erkennt: Schaut man z.B. auf die Führerseite einer Pressenpartie, sieht man nur Treppen, Laufstege und Geländer (s. Titelbild und Bild 13), erst bei genauem Hinsehen erkennt man auch noch Filz und Walzen.

Zum Wechseln von Bespannungen oder Walzen müssen Teile der Laufstege entfernt werden. Damit nun keine Absturzgefahr entsteht, kann das Laufstegelement zur einen Seite geklappt, das dazu gehörende Geländerelement zur anderen Seite um 90 gedreht werden, so dass die nun freien Enden des Laufstegs stirnseitig geschlossen sind. Die Absturzgefahr ist beseitigt oder minimiert. Hier ist natürlich auch der Betreiber gefordert, schon bei der Planung der Maschine entsprechende Forderungen an den Hersteller zu richten, da nachträgliche Änderungen nicht mehr zu optimalen Lösungen führen können. Häufig ist es aufgrund der Platzverhältnisse nicht möglich, einen zusätzlichen Querlaufsteg zu installieren. Möglicherweise müssen auch Geländerelemente zum Bespannungswechsel entfernt werden. In diesen Fällen besteht Absturzgefahr, so dass sich die Mitarbeiter durch andere Maßnahmen wie, z.B. Anseilen, sichern müssen.

Bild 14 Das Laufstegelement ist hochgeklappt und dient nach Arretierung als Absturzsicherung.