DGUV Information 201-028 - Handlungsanleitung Gesundheitsgefährdungen durch biol...

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Anhang 4, Muster-Betriebsanweisung
Anhang 4
Handlungsanleitung Gesundheitsgefährdungen durch biologische Arbeitsstoffe bei der Gebäudesanierung (bisher: BGI 858)

Anhangteil

Titel: Handlungsanleitung Gesundheitsgefährdungen durch biologische Arbeitsstoffe bei der Gebäudesanierung (bisher: BGI 858)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 201-028
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Anhang 4 – Muster-Betriebsanweisung

Firma:
Putzer GmbH
Muster-Betriebsanweisung
gemäß § 12 BioStoffV und § 14 GefStoffV
Nummer:
XX.XX
1. Anwendungsbereich
 Entfernen von schimmelpilzbefallenem Putz in Wohnblock XY 
2. Gefahren für Mensch und Umwelt
 Biologische Arbeitsstoffe 
 Nach Wasserschäden in Gebäuden können Wände (Farbanstrich, Tapete, Putz) eine Vielzahl von Schimmelpilzen enthalten. Durch die Staubaufwirbelung bei den Arbeiten können größere Mengen Schimmelpilzsporen in die Luft freigesetzt werden. 
 Gefahrstoffe: 
 Beim Entfernen des Putzes kommt es zur Entwicklung schwerlöslicher Stäube. 
 Gesundheitsgefahren: 
 
  1. Allergische Atemwegserkrankungen durch Schimmelpilze

  2. Unspezifische Beeeinträchtigungen der Atmungsorgane durch Stäube (z.B. chron. Bronchitis)

  3. Seltener toxische und infektiöse Wirkungen von Schimmelpilzen, v.a. bei abwehrgeschwächten Personen

  4. Verschleppung schimmelpilzhaltiger Stäube (z.B. über Kleidung) in andere Bereiche


 
3. Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln
 
  1. Vor dem Entfernen der Raufasertapete mit dem Höchstdrucksprühextraktionsverfahren, diese mit dem Sporenbinder einstreichen.

  2. Verschleppung schimmelpilzhaltigen Staubs in nicht kontaminierte Bereiche unterbinden

  3. Abschotten des Schwarzbereichs mit Baufolie und im Sanierungsbereich verbliebene Gegenstände abdecken.

  4. Zur Reinigung verunreinigter Flächen Industriestaubsauger [Firma ??] mit Filterpatronen der Staubklasse H (gem. DIN EN 60335-2-69) oder vergleichbare Geräte einsetzen.

  5. Im Schwarzbereich nicht essen, trinken, rauchen, schnupfen; keine Nahrungs- und Genussmittel aufbewahren.

  6. Beim Verlassen des Schwarzbereichs Schutzkleidung ablegen und -schuhe reinigen


  
  
  
  
  
Handschutz:
  1. Beachtung des Hautschutzplans (Hautschutz, Hautreinigung, Hautpflege)

  2. Tragen von Nitrilkautschukhandschuhen


Atemschutz:
  1. Tragen von gebläseunterstützter Halbmaske TM2P. Arbeitstägliche Reinigung des Atemschutzes und Wechsel der Filter.


Schutzkleidung:
  1. Tragen partikeldichter Einwegschutzkleidung der Kat. III, Typ 5 mit Kapuzen


Schutzschuhe:
  1. Tragen von abwaschbaren Sicherheitsschuhen der Kat. S3


 
4. Verhalten bei Störungen und im GefahrfallNotruf: ???
 
  1. Bei Beschädigung der Persönlichen Schutzausrüstung diese sofort wechseln

  2. Bei Betriebsstörungen, Kontamination benachbarter Bereiche Vorgesetzte/Verantwortliche [Name ??] informieren


 
5. Verhalten bei Unfällen - Erste HilfeNotruf: ???
  
  1. Bei Auftreten von Unwohlsein, Reizerscheinungen den Vorgesetzten informieren und ggf. den Arzt aufsuchen

  2. Bei Verschmutzung des Auges dieses mit sauberem Wasser ausspülen

  3. Bei Verletzung Wunde fachgerecht versorgen. Ersthelfer und bei Bedarf Arzt aufsuchen (Verbandbucheintrag)


 
6. Instandhaltung, Entsorgung
 
  1. Technische Geräte gemäß Betriebsanleitung regelmäßig warten und prüfen

  2. Persönliche Schutzausrüstung fachgerecht instandhalten bzw. ggf. entsorgen

  3. Staubfreier Abtransport des demontierten Materials in bereit gestellten Kunststoffsäcken (z.B. big bags), Säcke nicht luftleer drücken.


 
Datum: ……………………Unterschrift: ……………………