DGUV Information 209-058 - Schweißtechnische Arbeiten mit chrom- und nickellegie...

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Abschnitt 3.3, 3.3 Gefährdungsabstufung der Emissionen von C...
Abschnitt 3.3
Schweißtechnische Arbeiten mit chrom- und nickellegierten Zusatz- und Grundwerkstoffen (bisher: BGI 855)
Titel: Schweißtechnische Arbeiten mit chrom- und nickellegierten Zusatz- und Grundwerkstoffen (bisher: BGI 855)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-058
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 3.3 – 3.3 Gefährdungsabstufung der Emissionen von Chrom(VI)-Verbindungen und Nickeloxiden

Die Erkenntnisse aus den Abschnitten 3.1 und 3.2 sind in Bild 3-1 zusammengefasst. Danach lassen sich die ermittelten Gefährdungen in eine 3-stufige Gefährdungsabfolge (relativ hohe, mittlere und niedrige Emission von Chrom(VI)-Verbindungen und Nickeloxiden) unterteilen. Demzufolge erlaubt diese Unterteilung abgestufte Schutzmaßnahmen.

Zusatz- und
Grundwerkstoffe
Gefährdungsabstufung durch Emissionen von Chrom(VI)-Verbindungen
und Nickeloxiden bei verschiedenen Schweißverfahren
LBHMAGMIGWIG
Hochlegierter Cr-Ni-Stahl

Cr 5...30 %

und

Ni 0 ... 30 %




h
durch Cr(VI)-
Verbindungen
Massivdraht
m
durch NiO,
evtl. Cr(VI)-
Verbindungen

Fülldraht
h
durch Cr(VI)-
Verbindungen
-


n
da Cr(VI)-
Verbindungen
und NiO1)
Nickel und Nickellegierungen

Ni > 30 %
h
überwiegend
durch NiO (auch
Mischoxide)
h
überwiegend durch
NiO
h
überwiegend durch
NiO
n
da NiO2)
h = relativ hohe Emission von Chrom(VI)-Verbindungen oder Nickeloxid
m = mittlere Emission von Chrom(VI)-Verbindungen oder Nickeloxid
n = niedrige Emission von Chrom(VI)-Verbindungen oder Nickeloxid
1) nur in vernachlässigbaren Mengen anfallen
2) nur in vernachlässigbarer Menge anfällt

Bild 3-1: Gefährdungsabstufung entsprechend der relativen Höhe von
Emissionen von Chrom(VI)-Verbindungen und Nickeloxiden bei verschiedenen Schweißverfahren

Wie bereits erwähnt, entstehen auch beim Plasmaschmelz- und Laserstrahlschneiden sowie beim thermischen Spritzen relativ hohe Emissionen von Chrom(VI)-Verbindungen und Nickeloxiden, so dass auch hier die Gefährdung dem Bereich "h" zuzuordnen ist.