DGUV Information 209-058 - Schweißtechnische Arbeiten mit chrom- und nickellegie...

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Abschnitt 2.3, 2.3 Technische Regeln für Gefahrstoffe (TRGS)
Abschnitt 2.3
Schweißtechnische Arbeiten mit chrom- und nickellegierten Zusatz- und Grundwerkstoffen (bisher: BGI 855)
Titel: Schweißtechnische Arbeiten mit chrom- und nickellegierten Zusatz- und Grundwerkstoffen (bisher: BGI 855)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-058
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 2.3 – 2.3 Technische Regeln für Gefahrstoffe (TRGS)

2.3.1 TRGS 900
In den Technischen Regeln für Gefahrstoffe "Arbeitsplatzgrenzwerte" (TRGS 900) werden, entsprechend der neuen GefStoffV, technische Richtkonzentrationen (TRK) für krebserzeugende Stoffe, also auch für die vorgenannten chemischen Verbindungen, nicht mehr geführt.

2.3.2 TRGS 905
Die TRGS 905 führt nur Stoffe auf, die durch andere Vorschriften nicht entsprechend geregelt sind. Somit wird die Einstufung für Chrom(VI)-Verbindungen sowie für Nickeloxide in der TRGS 905 nicht geführt. Eine Gesamtliste aller als krebserzeugend, erbgutverändernd oder fortpflanzungsgefährdend bewerteter Stoffe findet sich unter www.baua.de (> Gefahrstoffe > Einstufung und Kennzeichnung > CMR Gesamtliste).

2.3.3 TRGS 402
Zur Ermittlung und Beurteilung der Schadstoffkonzentration am Arbeitsplatz wird die TRGS 402 herangezogen.

Darin werden die Vorgehensweise zur Ermittlung der inhalativen Exposition, die Expositionsbeurteilung sowie die Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen beschrieben. Die Ermittlung der Exposition kann sowohl durch Arbeitsplatzmessungen als auch durch gleichwertige Ermittlungsmethoden erfolgen.

Die Beurteilung der Exposition erfolgt bei Stoffen mit AGW durch Vergleich mit den Grenzwerten. Bei Stoffen ohne AGW, wie Chrom(VI)-Verbindungen oder Nickeloxide, sind andere Kriterien genannt, z. B. VSK, BG/BGIA-Empfehlungen. Hier sind die Werte nach dem Stand der Technik (siehe auch Tabelle 2 der TRGS 528 sowie Bild 5-1 auf Seite 19) zu beachten. Auch bei Einhaltung dieser Werte kann noch ein Krebsrisiko bestehen. Daher sind Maßnahmen zur Expositionsminimierung anzustreben.

Bezüglich der "Bewertung von Stoffgemischen in der Luft am Arbeitsplatz" beim Schweißen und bei verwandten Verfahren wird auf das "vereinfachte Bewertungsverfahren anhand von Leitkomponenten" verwiesen (siehe auch BG-Information "Schweißen, Schneiden und verwandte Verfahren" [BGI 593], Abschnitt 3).

Wird/werden der/die für die Leitkomponente(n) geltende(n) Grenzwert(e) oder die Werte nach dem Stand der Technik (z. B. Cr(VI), Ni) im Atembereich des Schweißers unterschritten, liegen die Konzentrationen aller anderen Schadstoffe im Schadstoffgemisch unterhalb ihrer jeweiligen Grenzwerte.

Der Befund der Beurteilung bezieht sich auf "Schutzmaßnahmen ausreichend/nicht ausreichend". Die Wirksamkeitskontrolle der Schutzmaßnahmen wird zur Befundsicherung herangezogen.

2.3.4 TRGS 528
Abschnitt 3.3 "Gefährdungsbeurteilung" der TRGS 528 "Schweißtechnische Arbeiten" weist auf schweißtechnische Arbeiten, bei denen auch krebserzeugende Stoffe freigesetzt werden können, insbesondere beim Schweißen hochlegierter Werkstoffe, hin.

Maßnahmen zur Minimierung der Exposition sind dementsprechend anzustreben, um ein verbleibendes Krebsrisiko weiter zu reduzieren.