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Abschnitt 7.1 BGI 842, F Beispielsammlung Vorbemerkungen
Abschnitt 7.1 BGI 842
Beispielsammlung Explosionsschutzmaßnahmen bei der Arbeit auf und in Deponien (BGI 842)
Titel: Beispielsammlung Explosionsschutzmaßnahmen bei der Arbeit auf und in Deponien (BGI 842)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: BGI 842
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 7.1 BGI 842 – F Beispielsammlung
Vorbemerkungen

(Auszug aus den Explosionsschutz-Regeln Ausgabe 7/00)

Der Fachausschuss "Chemie", Sachgebiet "Explosionsschutz" hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2003 die Beispielsammlung vollständig zu überarbeiten. Diese Überarbeitung wurde notwendig wegen:

  • des Harmonisierungsprozesses durch europäische Richtlinien und Normen

    sowie

  • der Weiterentwicklung der Technik.

Die Überarbeitung der Beispielsammlung wurde mit dem Ziel durchgeführt, die Beispiele im Hinblick auf Grundsätzliches zu straffen und unterschiedliche Aussagen zum gleichen Sachverhalt zu vermeiden. Die neue Beispielsammlung erscheint im Blaudruck. Die alte Beispielsammlung im Gründruck wird für eine Übergangsphase (bis 30.6.2006) beibehalten.

Zunächst sind generelle Aussagen vorangestellt. Danach folgen grundsätzliche Fallbeispiele. Die Fallbeispiele können in den nachfolgenden Ergänzungslieferungen nach Bedarf erweitert werden.

Die in den einzelnen Beispielen aufgeführten Maßnahmen gelten für den Normalbetrieb, berücksichtigen aber auch Betriebsstörungen. Sie können als Entscheidungshilfe bei der Auswahl von Art und Umfang der Schutzmaßnahmen für das Vermeiden von Explosionsgefahren dienen.

Für das erstmalige und wiederholte An- und Abfahren einer Anlage und den Explosionsschutz in Räumen, die über Öffnungen mit explosionsgefährdeten Bereichen in Verbindung stehen, sind besondere Überlegungen anzustellen.

Nach Abschnitt D 1 der Regeln "Grundlagen für die Beurteilung der Explosionsgefahr" hängt die Entscheidung, ob und mit welcher Wahrscheinlichkeit gefährliche explosionsfähige Atmosphäre auftreten kann, von den gegebenen Umständen ab und muss sich stets auf den vorliegenden Einzelfall beziehen. Deshalb ist bei Anwendung der Beispielsammlung stets zu untersuchen, ob in dem zu beurteilenden Fall das Auftreten von gefährlicher explosionsfähiger Atmosphäre hinsichtlich der Menge und Wahrscheinlichkeit mit dem Beispiel des der Sammlung zu Grunde liegenden Sachverhalts übereinstimmt.

Bei Abweichungen von den in der Beispielsammlung angegebenen Voraussetzungen sind Änderungen der Zone bzw. deren Ausdehnung möglich.

In der Beispielsammlung werden die Zonenausdehnungen in der Spalte 5 in Metern angegeben. Dabei wird unterstellt, dass sich die g.e.A. annähernd kugelförmig um die Austrittsstelle ausbreitet, wobei die Austrittsstelle als Mittelpunkt des Kugelradius anzusehen ist. Mögliche Abweichungen sind besonders erwähnt. Nahbereich ist die unmittelbare Umgebung der Austrittsstelle. Der Radius des Nahbereichs beträgt höchstens 0,5 m.

Bei flächigen Quellen wird die Zone in der Regel durch eine Einhüllende mit Verrundungsradius angegeben.

In den Fällen, in denen explosionsgefährdete Bereiche (Zonen) durch Maßnahmen nach E 1 verringert oder aufgehoben werden, ist Folgendes zu beachten:

Nach Auffassung des Fachausschusses gelten die in der Spalte 5 der Beispielsammlung genannten Ausdehnungen der Zonen nur bei optimaler Anwendung der Maßnahmen nach E 1 (Spalte 4). Dies ist bei der erforderlichen Beurteilung des Einzelfalles zu berücksichtigen.

Besonders deutlich wird dieser Sachverhalt bei Anwendung der Schutzmaßnahme "Technische Lüftung" (Kapitel E 1.3.4.2).

Wie in Abschnitt E 1.3.4 dargestellt, ist eine optimale Auslegung der Lüftungsanlage nur möglich, wenn die zu erwartenden maximalen Mengen austretender Stoffe und die anderen Voraussetzungen bekannt sind oder zuverlässig abgeschätzt werden können.

Bei den Beispielen, die sich nur auf die Umgebung der Apparaturen beziehen, bedarf das Innere der Apparatur einer gesonderten Beurteilung.

Die in den Abschnitten E 1.3.1 bis E 1.3.3 angegebenen Grundvoraussetzungen des Explosionsschutzes müssen stets erfüllt sein; sie sind in den Beispielen nicht ausdrücklich erwähnt.

Die Reihenfolge bedeutet keine Rangfolge; alle Schutzmaßnahmen sind gleichwertig und auch kombiniert anwendbar (vgl. Abschnitt C, Pkt. 5 der EX-RL).

Der MAK-Wert liegt in der Regel zwei bis drei Zehnerpotenzen unter der unteren Explosionsgrenze. Wenn aus Gründen des Gesundheitsschutzes vermehrt technische Maßnahmen in Räumen durchgeführt werden, wird die Wahrscheinlichkeit des Auftretens sowie die Ausdehnung einer möglichen explosionsfähigen Atmosphäre erheblich reduziert. Auf diesen Umstand wird in der Beispielsammlung verwiesen.