DGUV Information 212-823 - Ärztliche Beratung zum Gehörschutz (DGUV Information ...

Online-Shop für Schriften

Jetzt bei uns im Shop bestellen

Jetzt bestellen
Abschnitt 11.5, 11.5 Tinnitus
Abschnitt 11.5
Ärztliche Beratung zum Gehörschutz (DGUV Information 212-823)
Titel: Ärztliche Beratung zum Gehörschutz (DGUV Information 212-823)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 212-823
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 11.5 – 11.5 Tinnitus

Bei plötzlich auftretendem Tinnitus als idiopathischer Funktionsstörung des Innenohres (z. B. nach einem Hörsturz) ist von der Fortsetzung der "Lärmarbeit" auch mit Gehörschutz dringend abzuraten. Bei kompensiertem Tinnitus ist die Fortsetzung der Tätigkeit im Lärm möglich. Dabei kann der Tinnitus durch einen Geräuschgenerator (Noiser) therapeutisch gelindert werden, d.h. man kann durch Einspielen von Musik unter dem Gehörschutz die Wahrnehmung des Tinnitus reduzieren ("Retraining-Therapie"), ohne einen schädigenden Schalldruckpegel am Ohr zu erzeugen. Dabei müssen mögliche Unfallgefahren durch die Maskierung ausgeschlossen werden. Da die Arbeitsgeräusche durch die Schalldämmung des Gehörschutzes abgesenkt werden, kann der Tinnitus lauter wahrgenommen werden, sofern kein Noiser unter dem Gehörschutz getragen wird. Eine Ablehnung des Gehörschutzes kann die Folge sein.