DGUV Information 214-010 - Sicherungsmaßnahmen bei Pannen-Unfallhilfe, Bergungs...

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Abschnitt 2.2, Unternehmerpflichten
Abschnitt 2.2
Sicherungsmaßnahmen bei Pannen-/Unfallhilfe, Bergungs- und Abschlepparbeiten (bisher: BGI 800)
Titel: Sicherungsmaßnahmen bei Pannen-/Unfallhilfe, Bergungs- und Abschlepparbeiten (bisher: BGI 800)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 214-010
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 2.2 – Unternehmerpflichten

2.2.1
Allgemeine Unternehmerpflichten

Die vom Unternehmer (Arbeitgeber) nach den §§ 3 und 4 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und § 2 der Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention" (BGV A1) zur Erfüllung seiner Unternehmerpflichten zu veranlassenden Maßnahmen sind insbesondere

  • sichere und menschengerechte Einrichtungen zu schaffen,

  • betriebssichere Einsatzfahrzeuge zu stellen,

  • Maßnahmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz zu treffen durch Gestaltung von Arbeitsverfahren sowie durch Optimierung von Arbeitsabläufen,

  • persönliche Schutzausrüstungen zur Verfügung zu stellen,

  • Arbeitnehmer (Beschäftigte) zu unterweisen,

  • sicherheitswidriges Verhalten nicht zu dulden,

  • die schriftliche Beauftragung zum Führen von LKW-Ladekranen.

2.2.2
Gefährdungsbeurteilung

Der Unternehmer (Arbeitgeber) ist nach den Bestimmungen des § 5 Arbeitsschutzgesetz verpflichtet, eine Gefährdungsbeurteilung (Beurteilung der Arbeitsbedingungen und der damit verbundenen Gefährdungen) durchzuführen. Ziel ist es, die Arbeit so zu gestalten, dass eine Gefährdung für Leben und Gesundheit möglichst vermieden oder die verbleibende Gefährdung möglichst gering gehalten wird. In Betrieben mit mehr als 10 Beschäftigten sind die Gefährdungsbeurteilung und die Überprüfung der Wirksamkeit der Maßnahmen in geeigneter Form zu dokumentieren (§ 6 Arbeitsschutzgesetz).

2.2.3
Betriebsanweisungen

Zur Verhütung von Unfällen und zur Vermeidung arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren beim Einsatz von Fahrzeugen und zur Absicherung von Einsatzstellen hat der Unternehmer Betriebsanweisungen in verständlicher Form und Sprache aufzustellen. Diese sind den Arbeitnehmern (Beschäftigten) in geeigneter Form zur Kenntnis zu bringen. Betriebsanweisungen werden unter anderem gefordert in den Unfallverhütungsvorschriften "Winden, Hub- und Zuggeräte" (BGV D8), "Krane" (BGV D6), "Fahrzeuge" (BGV D29). Bei der Erstellung von Betriebsanweisungen sind in der Regel auch die vom Hersteller mitgelieferten Betriebsanleitungen zu beachten.