DGUV Information 214-010 - Sicherungsmaßnahmen bei Pannen-Unfallhilfe, Bergungs...

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Abschnitt 6.2, Umgang mit technischen Geräten
Abschnitt 6.2
Sicherungsmaßnahmen bei Pannen-/Unfallhilfe, Bergungs- und Abschlepparbeiten (bisher: BGI 800)
Titel: Sicherungsmaßnahmen bei Pannen-/Unfallhilfe, Bergungs- und Abschlepparbeiten (bisher: BGI 800)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 214-010
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 6.2 – Umgang mit technischen Geräten

Für den Umgang mit technischen Geräten wie Bergekran, Ladekran, Seilwinde, Hubbrille, verfahrbarem Plateau, Bergehilfsmitteln, z.B. Umlenkrollen, fordern die einschlägigen Unfallverhütungsvorschriften die Ausbildung und Einweisung des Einsatzpersonals.

6.2.1
Umgang mit Seil- und Bergewinden, Hubbrillen und Hebeeinrichtungen

Der Unternehmer darf mit dem Aufstellen, Warten oder selbstständigen Betätigen der Winden nur Versicherte beauftragen, die hierzu geeignet und hiermit vertraut sind. (§ 24 Abs. 1 der Unfallverhütungsvorschrift "Winden, Hub- und Zuggeräte" [BGV D8]).

6.2.2
Umgang mit Kranen (Abschlepp-, Berge-, Ladekranen)

Der Unternehmer darf mit dem selbstständigen Führen (Kranführer) oder Instandhalten eines Kranes nur Versicherte beschäftigen,

  1. 1.

    die das 18. Lebensjahr vollendet haben,

  2. 2.

    die körperlich und geistig geeignet sind,

  3. 3.

    die im Führen oder Instandhalten des Kranes unterwiesen sind und ihre Befähigung hierzu ihm nachgewiesen haben und

  4. 4.

    von denen zu erwarten ist, dass sie die ihnen übertragenen Aufgaben zuverlässig erfüllen.

(§ 29 Abs. 1 der Unfallverhütungsvorschrift "Krane" [BGV D6]).

Die Beauftragung zum selbstständigen Führen muss durch den Unternehmer schriftlich erfolgen.

Die Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit diesen technischen Einrichtungen müssen vor dem ersten Einsatz praktisch geübt werden.

Für die Bergung von Fahrzeugen sollte das Einsatzpersonal Bergelehrgänge absolvieren, die bei vielen Verbänden und Institutionen angeboten werden. "Neulinge" sollten von erfahrenen Beschäftigten eingearbeitet werden.

Das Einsatzpersonal muss die einzelnen Anschlagmittel, z.B. Seile, Ketten, Hebebänder, kennen und beurteilen können, wann welche zur Bergung eingesetzt werden.