DGUV Information 213-718 - Empfehlungen Gefährdungsermittlung der Unfallversiche...

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Abschnitt 6.2, 6.2 Weitergehende Schutzmaßnahmen
Abschnitt 6.2
Empfehlungen Gefährdungsermittlung der Unfallversicherungsträger (EGU) nach der Gefahrstoffverordnung Verpackungstief- und Flexodruck mit Lösemittelfarben (DGUV Information 213-718)
Titel: Empfehlungen Gefährdungsermittlung der Unfallversicherungsträger (EGU) nach der Gefahrstoffverordnung Verpackungstief- und Flexodruck mit Lösemittelfarben (DGUV Information 213-718)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 213-718
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 6.2 – 6.2 Weitergehende Schutzmaßnahmen

Nach Gefahrstoffverordnung gilt das "Minimierungsgebot". Das heißt, die Belastung soll so gering wie möglich sein und eine Gesundheitsgefährdung soll vermieden werden. Durch die folgenden Maßnahmen kann die Belastung gegenüber Lösemitteln weiter verringert werden. Insbesondere bei der Anschaffung von Neuanlagen ist darauf zu achten, dass möglichst geschlossene Systeme zum Einsatz kommen. Frei werdende Lösemitteldämpfe müssen wirksam abgesaugt und nach außen abgeführt werden. Weitere Schutzmaßnahmen sind:

  • Geschlossene Kreislaufsysteme zur Versorgung der Druckmaschinen mit Farbe und/oder automatische Mess- und Regeleinrichtungen für die Farbviskosität,

  • Geschlossene Farbpumpenwaschanlagen statt manueller Spülung,

  • Verwendung von Waschanlagen mit alkalischen Reinigungsmedien,

  • Verstärkter Einsatz von Tensidreinigern für Reinigungszwecke, z. B. für die Fußboden- und Teilereinigung.

Durch die Optimierung der Waschanlagen gemäß Stand der Technik kann das manuelle Nachreinigen von Einzelteilen begrenzt werden. Hohe Pumpenleistung, optimierte Spritzwirkung und Nachspülen mit Sauberlösemittel ermöglichen gute Waschergebnisse. Durch die Abschottung des Lösemittelvorrats werden bei geöffneter Anlage Emissionen verhindert.