DGUV Information 213-717 - BGBGIA-Empfehlungen für die Gefährdungsbeurteilung n...

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Anhang 4, Checkliste "Gute Praxis" zur Gefährdungsbeurteilun...
Anhang 4
BG/BGIA-Empfehlungen für die Gefährdungsbeurteilung nach der Gefahrstoffverordnung Tätigkeiten mit Toluol im Illustrationstiefdruck (bisher: BGI 790-017)

Anhangteil

Titel: BG/BGIA-Empfehlungen für die Gefährdungsbeurteilung nach der Gefahrstoffverordnung Tätigkeiten mit Toluol im Illustrationstiefdruck (bisher: BGI 790-017)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 213-717
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Anhang 4 – Checkliste "Gute Praxis" zur Gefährdungsbeurteilung für Tätigkeiten mit Toluol im Illustrationstiefdruck

GefährdungsbeurteilungFirma:
 Datum:
Arbeitsbereich:Maschine:
Gefährdung durch Toluoldämpfe und Hautkontakt mit Toluol
MaßnahmenErfüllt
Ja/Nein
Zuständigkeit/
Name
Erledigung/
Datum
Eine ausreichende Zuluftmenge muss gewährleistet sein - Auslässe überprüfen (nicht herunter schalten, verstellen oder abkleben) - Zugfreiheit beachten! Luftschleier auf Wirksamkeit überprüfen   
Ist sicher gestellt, dass die Zuluft zu den Arbeitsplätzen im Mittel weniger als 5 ppm Toluol enthält (Umluftanteile überprüfen, Zuluftströme dürfen nicht durch vorbeilaufende Transportketten, Wanddurchbrüche u.a. mit Toluol beladen werden)?   
Sind alle Türen, Fenster, Klappen in der Schallschutzkapsel (Keller, Druckwerksebene, Überbau) geschlossen?   
Ist der Unterdruck innerhalb der Schallschutzkapsel der Maschine gewährleistet?   
Papierbahnkapselungen/Druckwerkskapselungen müssen während des Fortdrucks geschlossen sein   
Leitstand wird mit leichtem Überdruck belüftet; keine Emissionsquellen im/am Leitstand; Probebogen wird möglichst emissionsarm gezogen; bei Schuppenstrom durch den Leitstand ist gewährleistet, dass austretende Emissionen abgeführt werden - keine Verwirbelung durch Frischluft   
Die maximale Absaugleistung am jeweiligen Druckwerk muss bei Reinigungsarbeiten mit Toluol gewährleistet sein   
Umgang mit Toluol bei Umrüstungs- und Reinigungsarbeiten so sparsam wie möglich   
Ein schneller Rücklauf der Druckfarbe in den Farbkasten ist bei Stillstand der Maschine gewährleistet   
Beschränkung aller Tätigkeiten im maschinennahen Bereich (Viskositätsmessung, Zylinder nachschleifen etc.) auf das absolut Notwendigste   
Zylinderreinigung erfolgt in der Maschine oder in einer separaten Zylinder-Reinigungsmaschine (im geschlossenen System); Nachreinigung der Zapfen und Stirnseiten von Hand überwiegend mit Spachtel und sparsam mit Toluol   
Presseurreinigung erfolgt automatisch oder manuell; Papierablagerungen werden mit einem wässrigen Spezialreiniger entfernt; nur für die Entfernung von Farbverunreinigungen wird Toluol eingesetzt - die Druckwerksabsaugung ist eingeschaltet   
Reinigung von Teilen und Spritzschutzen erfolgt automatisch in einer separaten Teilereinigungsanlage; nach der Reinigung wird die Anlage leer gepumpt und abgesaugt, bevor der Deckel geöffnet werden kann   
Maschinenreinigung wird vorzugsweise mit wässrigen Spezialreinigern, Grundreinigung gegebenenfalls mit Trockeneis durchgeführt   
Bodenreinigung erfolgt mechanisch grob mit Bronzeschrapper, dann mit Schrubber und wassermischbarem Spezialreiniger. Hartnäckige Rückstände auch mit Toluol (kleinflächig mit Schrubber und Putztuch). Ölrückstände werden mit Ölbinder sofort aufgenommen (Rutschgefahr)   
Deckel von Behältnissen für Toluol müssen geschlossen sein (keine offenen Eimer, Putzlappenbehälter, Behältnisse für Reinigung von Hand)   
Eine emissionsarme Rollenanklebung ist gewährleistet - vorzugsweise werden Klebebänder verwendet   
Bei manuellen Tätigkeiten mit Toluol, z.B. Abwischen der Leitwalzen, Presseure usw. werden immer Schutzhandschuhe und bei längeren Arbeiten auch Atemschutz verwendet   
Zur Verhinderung des Hautkontaktes bei Tätigkeiten mit Toluol werden geeignete Chemikalienschutzhandschuhe verwendet:   
-Längerer Einsatz: Z.B. Flurkautschuk, PVA - Polyvinylalkohol oder spezielle Folienhandschuhe   
-Kurzzeitiger Einsatz: Z.B. PVC oder Nitrilkautschuk   
Hautschutzplan ist umgesetzt und wird beachtet: Mildes Hautreinigungsmittel, geeignete Hautschutz- und Hautpflegemittel   
Ess-, Trink-, und Rauchverbot im Arbeitsbereich   
Betriebsanweisungen liegen vor, Mitarbeiter sind unterwiesen