DGUV Information 213-717 - BGBGIA-Empfehlungen für die Gefährdungsbeurteilung n...

Online-Shop für Schriften

Jetzt bei uns im Shop bestellen

Jetzt bestellen
Abschnitt 5.2, Persönliche Schutzausrüstungen
Abschnitt 5.2
BG/BGIA-Empfehlungen für die Gefährdungsbeurteilung nach der Gefahrstoffverordnung Tätigkeiten mit Toluol im Illustrationstiefdruck (bisher: BGI 790-017)
Titel: BG/BGIA-Empfehlungen für die Gefährdungsbeurteilung nach der Gefahrstoffverordnung Tätigkeiten mit Toluol im Illustrationstiefdruck (bisher: BGI 790-017)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 213-717
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 5.2 – Persönliche Schutzausrüstungen

Um einen optimalen Schutz der Mitarbeiter gegenüber Gefahrstoffen und mechanischen Gefährdungen zu realisieren, werden vom Unternehmer arbeitsbereichsbezogene persönliche Schutzausrüstungen zur Verfügung gestellt.

Die arbeitsbereichs- und tätigkeitsbezogene, korrekte und konsequente Anwendung dieser persönlichen Schutzausrüstungen wird durch regelmäßige Unterweisung der Mitarbeiter sichergestellt. Die Unterweisung erfolgt auch mit Hinblick auf allgemeine Verhaltensregeln zu Hygiene und Sauberkeit am Arbeitsplatz.

Die eingesetzte persönlichen Schutzausrüstungen müssen für den Anwendungszweck geeignet sein. Zur Auswahl sollten die Empfehlungen des Sicherheitsdatenblattes der verwendeten Zubereitung (Druckfarben, Reiniger, oder dergleichen) mit einbezogen werden.

  • Druckformherstellung

    Verwendung zertifizierter (CE-Zeichen!) und nach DIN EN 374-3 ("Erlenmeyer"-Piktogramm) geprüfter Chemikalienschutzhandschuhe, beständig gegen Toluol, bei kurzer Expositionsdauer z.B. aus Nitril oder PVC mit guten Griffeigenschaften.

    Aushang eines Hautschutzplanes mit Benennung eines geeigneten Hautschutzmittels im Umgang mit wasserlöslichen Arbeitsstoffen (Säuren und Laugen), mildem Hautreinigungsmittel bei geringer Verschmutzung, gegebenenfalls notwendigem Hautreinigungsmittel bei starken Verschmutzungen sowie einem Hautpflegemittel (siehe auch Muster Hand- und Hautschutzplan Allgemein Nr. 531.0 der Berufsgenossenschaft Druck und Papierverarbeitung).

  • Druckbereich/Reinigungsbereiche

    Verwendung zertifizierter (CE-Zeichen!) und nach DIN EN 374-3 ("Erlenmeyer"-Piktogramm) geprüfter Chemikalienschutzhandschuhe, beständig gegen Toluol, bei kurzer Expositionsdauer z.B. aus Nitril oder PVC mit guten Griffeigenschaften.

    Verwendung zertifizierter (CE-Zeichen!) und nach DIN EN 374-3 ("Erlenmeyer"-Piktogramm) geprüfter Chemikalienschutzhandschuhe, beständig gegen Toluol bei längerer Expositionsdauer z.B. aus PVA (Polyvinylalkohol), Fluorkautschuk bzw. Verwendung spezieller Folienhandschuhe (Durchbruchszeit gegenüber Toluol muss über 480 Minuten betragen).

    Aushang eines Hautschutzplanes mit Benennung eines geeigneten Hautschutzmittels im Umgang mit wasserunlöslichen Arbeitsstoffen (Toluol), mildem Hautreinigungsmittel bei geringer Verschmutzung, gegebenenfalls notwendigem Hautreinigungsmittel bei starken Verschmutzungen sowie einem Hautpflegemittel (siehe auch Information "Hand- und Hautschutz Allgemein" Nr. 531.0 der Berufsgenossenschaft Druck und Papierverarbeitung).

    Verwendung von Atemschutz mit Gasfilter Typ A, Kennfarbe: braun, bei Störfällen bzw. längeren Arbeiten mit hoher Exposition entsprechend Abschnitt 4.2.

  • Weiterverarbeitung

    Aushang eines Hautschutzplanes mit Benennung eines geeigneten abdruckfreien Hautschutzmittels, milden Hautreinigungsmittels sowie eines Hautpflegemittels (siehe auch Information "Hand- und Hautschutz in der Weiterverarbeitung" Nr. 531.9 der Berufsgenossenschaft Druck und Papierverarbeitung).