DGUV Information 213-716 - Galvanotechnik und Eloxieren Empfehlungen Gefährdungs...

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Abschnitt 5.6, 5.6 Schutzmaßnahmen beim Ansetzen von Lösunge...
Abschnitt 5.6
Galvanotechnik und Eloxieren Empfehlungen Gefährdungsermittlung der Unfallversicherungsträger (EGU) nach der Gefahrstoffverordnung (DGUV Information 213-716)
Titel: Galvanotechnik und Eloxieren Empfehlungen Gefährdungsermittlung der Unfallversicherungsträger (EGU) nach der Gefahrstoffverordnung (DGUV Information 213-716)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 213-716
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 5.6 – 5.6 Schutzmaßnahmen beim Ansetzen von Lösungen, beim Ab- und Umfüllen, beim Zusetzen staubender Substanzen und bei Reinigungsarbeiten

Kurzzeitig können erhöhte Gefahrstoffkonzentrationen auftreten, u. a.:

  • beim Ansetzen von Lösungen

  • beim Ab- und Umfüllen von Elektrolyten sowie Säuren und Laugen, z. B. bei Elektrolytkorrekturen (Nachschärfen)

  • beim Zusetzen staubender Substanzen, z. B. Chromtrioxid, Nickelsulfat, Farbzusätze

  • bei Reinigungsarbeiten an und in Behältern.

Hierbei sind möglichst verfahrenstechnische Maßnahmen zur Minimierung der Exposition zu ergreifen, z. B.:

  • fest verlegte Rohrleitungen zu den Behältern

  • Verwenden von Umfüll- und Dosiereinrichtungen

  • Einsatz von Fertigansätzen oder Elektrolytkonzentraten.

Vor dem Einsteigen in Behälter müssen diese gründlich gereinigt und gespült werden. Die notwendigen Schutzmaßnahmen zum Einsteigen in Behälter (Befahrerlaubnis, zweite Person, Sicherung des in den Behälter einsteigenden Beschäftigten etc.) sind vorher schriftlich festzulegen, siehe auch TRGS 507 "Oberflächenbehandlung in Räumen und Behältern und DGUV Regel 113-004 "Behälter, Silos und enge Räume", Teil 1: Arbeiten in Behältern, Silos und engen Räumen.

Die erforderliche Persönliche Schutzausrüstung muss zur Verfügung stehen (siehe Abschnitt 5.4) und von den Beschäftigten benutzt werden.

Atemschutz muss auf den Gefahrstoff abgestimmt sein. Die Tragezeitbegrenzungen gemäß DGUV Regel 112-190 "Benutzung von Atemschutzgeräten" sind zu beachten. Für Beschäftigte, die Atemschutz tragen müssen, ist gegebenenfalls arbeitsmedizinische Vorsorge durchzuführen, siehe Verordnung zur Arbeitsmedizinische Vorsorge (ArbMedVV).