DGUV Information 213-716 - Galvanotechnik und Eloxieren Empfehlungen Gefährdungs...

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Abschnitt 5.1, 5 Schutzmaßnahmen 5.1 Substitution/Emissionsm...
Abschnitt 5.1
Galvanotechnik und Eloxieren Empfehlungen Gefährdungsermittlung der Unfallversicherungsträger (EGU) nach der Gefahrstoffverordnung (DGUV Information 213-716)
Titel: Galvanotechnik und Eloxieren Empfehlungen Gefährdungsermittlung der Unfallversicherungsträger (EGU) nach der Gefahrstoffverordnung (DGUV Information 213-716)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 213-716
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 5.1 – 5 Schutzmaßnahmen
5.1 Substitution/Emissionsmindernde Verfahren

Neben der Substitutionsprüfung beschreibt der § 7 der GefStoffV das Minimierungsgebot und die Verpflichtung zur Beachtung der Rangfolge der Schutzmaßnahmen.

Auch in der Galvanotechnik gibt es Möglichkeiten, die Gefährdungen der Gesundheit durch Gefahrstoffe zu minimieren, z. B. durch den Einsatz emissionsarmer Verwendungsformen nach dem Stand der Technik. Ein wirksames emissionsminderndes Verfahren ist die Kathoden-umhüllung beim Eloxieren (Schwefelsäureverfahren). Dieses Verfahren kann nach bisherigen Erkenntnissen zu einer deutlichen Reduzierung der Schwefelsäureaerosole in der Luft am Arbeitsplatz führen.

Bei der Kathodenumhüllung wird die Kathode im Eloxalelektrolyten mit einem speziellen Kunststoffvlies (Strumpf) umhüllt. Der für die Schwefelsäureaerosolbildung verantwortliche Wasserstoff verbleibt an der Kathode und verteilt sich nicht als feinste Gasbläschen im gesamten Elektrolyten (sichtbar am klaren Elektrolyten). Wasserstoffgas und Schwefelsäureaerosol werden im Idealfall an der Kathode getrennt, d. h. der Wasserstoff entweicht ohne Mitreißen von Schwefelsäure, während die Schwefelsäuretröpfchen in den Elektrolyten zurückfließen.