DGUV Information 213-710 - BGBGIA-Empfehlungen für die Gefährdungsbeurteilung n...

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Abschnitt 3.1, Extraktion des Bindemittels
Abschnitt 3.1
BG/BGIA-Empfehlungen für die Gefährdungsbeurteilung nach der Gefahrstoffverordnung Verwendung von Trichlorethylen bei der Prüfung von Asphalt - Waschtrommelverfahren (bisher: BGI 790-010)
Titel: BG/BGIA-Empfehlungen für die Gefährdungsbeurteilung nach der Gefahrstoffverordnung Verwendung von Trichlorethylen bei der Prüfung von Asphalt - Waschtrommelverfahren (bisher: BGI 790-010)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 213-710
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 3.1 – Extraktion des Bindemittels

Die zur Extraktion nach dem Waschtrommelverfahren vorbereitete Mischgutprobe wird in die Waschtrommel gefüllt. Nach Schließen und Verriegeln der Trommelkammer und Vorwahl der Anzahl der Waschgänge wird die Anlage in Betrieb gesetzt. Durch Besprühen des Mischgutes mit Lösemittel wird das Bindemittel von den Mineralstoffen abgelöst. Die Extraktion des Bindemittels wird durch die Beaufschlagung der Waschtrommel mit Ultraschallwellen unterstützt. Diese Einrichtungen befinden sich in einer abgesaugten Kabine, die während der Extraktion geschlossen ist.

Die Extraktion ist beendet, wenn das Lösemittel praktisch farblos bleibt. Dies kann über ein Schauglas kontrolliert werden. Im Anschluss an die Extraktion werden die Mineralstoffe in der Waschtrommelanlage unter Vakuum getrocknet und können somit am Ende des Prozesses lösemittelfrei entnommen werden. Die groben Anteile werden in der Waschtrommel, der Feinanteil der Mineralstoffe wird in der Schleuderhülse der Extraktionsanlage abgetrennt. Die Dauer des Extraktions- und Trocknungsvorganges basiert auf Erfahrungswerten; sie beträgt ca. 50 Minuten, so dass in der Praxis bis zu 8 Extraktionen pro Schicht durchführbar sind.

Bei Waschtrommelanlagen sind Sieb- und Auswascheinrichtung, Trocknung, Zentrifuge und Rückdestillationsanlage für das Lösemittel zu einem geschlossenen System vereint. Der Baustoffprüfer kommt nur dann mit Lösemitteldämpfen in Berührung, wenn das Bindemittel-Lösemittel-Gemisch entnommen wird.