DGUV Information 213-710 - BGBGIA-Empfehlungen für die Gefährdungsbeurteilung n...

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Abschnitt 1, Anwendungsbereich
Abschnitt 1
BG/BGIA-Empfehlungen für die Gefährdungsbeurteilung nach der Gefahrstoffverordnung Verwendung von Trichlorethylen bei der Prüfung von Asphalt - Waschtrommelverfahren (bisher: BGI 790-010)
Titel: BG/BGIA-Empfehlungen für die Gefährdungsbeurteilung nach der Gefahrstoffverordnung Verwendung von Trichlorethylen bei der Prüfung von Asphalt - Waschtrommelverfahren (bisher: BGI 790-010)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 213-710
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 1 – Anwendungsbereich

1.1
Diese BG/BGIA - Empfehlungen beziehen sich auf den Einsatz von Trichlorethylen (Trichlorethen, Tri) in Laboratorien bei der Prüfung von Asphalt nach dem Waschtrommelverfahren. Trichlorethylen wird hier als Lösemittel bei der Extraktion des Bitumens aus dem Asphaltmischgut und zur Bestimmung von Bitumeneigenschaften sowie der Rohdichte des Asphalts eingesetzt.

1.2
Diese BG/BGIA-Empfehlungen finden keine Anwendung auf

  • die Extraktion des Bitumens mit dem Siebturmverfahren (siehe BG-Information "BG/BGIA-Empfehlungen für die Gefährdungsbeurteilung nach der Gefahrstoffverordnung; Verwendung von Trichlorethylen bei der Prüfung von Asphalt - Siebturmverfahren" [BGI 790-011]),

  • das Handextraktionsverfahren in offenen Rührgefäßen,

  • das Heißextraktionsverfahren in Extraktoren aus Glas oder Metall mit separater Übergabe der Bindemittellösung in die Durchlaufzentrifuge,

  • die Verwendung anderer Lösemittel wie Toluol und Xylol.

Um die Lösemittelbelastung am Arbeitsplatz zu minimieren, wird bei der Rohdichtebestimmung entsprechend Arbeitsanleitung zur Prüfung von Asphalt, Teil 10 (ALP A-StB) [2] zunehmend Trichlorethylen durch Wasser ersetzt.

Als Hilfe für die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung werden Schutzmaßnahmen für den Einsatz von Trichlorethylen bei der Prüfung von Asphalt in Laboratorien empfohlen. Bei Einhaltung dieser Schutzmaßnahmen wird eine inhalative Belastung der Beschäftigten von 85 mg/m3 (95-Perzentil) im Schichtmittel unterschritten.