DGUV Information 213-710 - BGBGIA-Empfehlungen für die Gefährdungsbeurteilung n...

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Anhang 1, Gefahrstoffbelastung bei der Prüfung von Asphalt i...
Anhang 1
BG/BGIA-Empfehlungen für die Gefährdungsbeurteilung nach der Gefahrstoffverordnung Verwendung von Trichlorethylen bei der Prüfung von Asphalt - Waschtrommelverfahren (bisher: BGI 790-010)

Anhangteil

Titel: BG/BGIA-Empfehlungen für die Gefährdungsbeurteilung nach der Gefahrstoffverordnung Verwendung von Trichlorethylen bei der Prüfung von Asphalt - Waschtrommelverfahren (bisher: BGI 790-010)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 213-710
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Anhang 1 – Gefahrstoffbelastung bei der Prüfung von Asphalt in Laboratorien nach dem Waschtrommelverfahren

1
Gefahrstoffexposition

Diese BG/BGIA-Empfehlungen beruhen auf Auswertungen von Arbeitsplatzmessungen bei der Prüfung von Asphalt in Laboratorien unter Anwendung des in Abschnitt 3 beschriebenen Waschtrommelverfahrens.

Es wurden insgesamt 54 Messungen (28 personengetragen, 26 ortsfest) in 21 Laboratorien mit dem im Berufsgenossenschaftlichen Messsystem Gefahrstoffe (BGMG) autorisierten Probenahmesystem durchgeführt, welches aus PAS-Pumpe und Aktivkohle-Probenträger besteht. Die personengetragene Probenahme erfolgte im Atembereich des Laboranten, die ortsfeste Probenahme in der Regel in Mitte des Laborraumes.

Während der mindestens zweistündigen Messungen wurden durchschnittlich zwei Extraktionen durchgeführt. Die Bestimmung der Rohdichte mit Trichlorethylen und die Bindemittelrückgewinnung wurden während einiger Messungen zeitgleich zu den Extraktionen vorgenommen.

Die Tabelle enthält die statistisch ausgewerteten Arbeitsplatzkonzentrationen. Sie geben die schichtbezogene Exposition an, wenn die im Abschnitt 3 beschriebenen Arbeitsvorgänge während der gesamten Schicht ausgeführt werden.

Tabelle 1:
Extraktion in Waschtrommelanlagen1

 Anzahl der MesswerteMinimalwert mg/m3Maximalwert mg/m350 %-Wert mg/m395 %-Wert g/m3
Gesamt54< 5,001215,385
Person28< 5,001115,583
ortsfest26< 5,001215,075

Expositionsspitzen treten lediglich beim Beschicken und Entleeren der Waschtrommelanlage auf. Die Mineralstoffe werden nahezu trocken entnommen, so dass das Nachtrocknen im Wärmeschrank entbehrlich ist.

Bei weiteren 23 Messungen der Expositionsspitzen über ein Messintervall von 15 Minuten beim Beschicken und Entleeren der Extraktionsanlage lag der Konzentrationsbereich zwischen < 40 mg/m3 und 179 mg/m3. Der 95 %-Wert der Expositionsspitzen betrug 119 mg/m3. Die Dauer erhöhter Exposition blieb unter einer Stunde.

Bei den 14 personengetragenen Messungen lag der Konzentrationsbereich der Expositionsspitzen zwischen < 40 mg/m3 und 179 mg/m3, bei den 9 stationären Messungen zwischen < 40 mg/m3 und 73 mg/m3.

2
Bewertung der Gefahrstoffexposition

Die Ergebnisse der durchgeführten Expositionsmessungen (Tabelle 1) zeigen, dass bezogen auf eine 8-stündige Arbeitsschicht die Arbeitsplatzkonzentration von Trichlorethylen bei Anwendung des Waschtrommelverfahrens 85 mg/m3 unterschreitet.

Waschtrommelanlagen stellen den Stand der Technik dar.

1

einschließlich Bestimmung der Rohdichte und der Bindemittelrückgewinnung bei einem Teil der Probenahmen