DGUV Information 203-021 - Zahntechnische Laboratorien - Schutz vor Infektionsge...

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Abschnitt 5.1, 5 Betrieb 5.1 Beschäftigungsbeschränkungen un...
Abschnitt 5.1
Zahntechnische Laboratorien - Schutz vor Infektionsgefahren - (DGUV Information 203-021)
Titel: Zahntechnische Laboratorien - Schutz vor Infektionsgefahren - (DGUV Information 203-021)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 203-021
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 5.1 – 5 Betrieb
5.1 Beschäftigungsbeschränkungen und arbeitsmedizinische Vorsorge

Mit mikrobiell kontaminierten Materialien dürfen nur Beschäftigte umgehen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und die mit den Einrichtungen und Verfahren vertraut sind.

  1.  

    Dies schließt ein, dass die Beschäftigten aufgrund ihrer Ausbildung und Erfahrung Infektionsgefahren erkennen und Maßnahmen zu ihrer Abwehr treffen können.

    Siehe auch § 22 Abs. 1 Jugendarbeitsschutzgesetz.

Dies gilt nicht für die Beschäftigung Jugendlicher, soweit

  • dies zur Erreichung ihres Ausbildungszieles erforderlich ist und

  • ihr Schutz durch die Aufsicht eines Fachkundigen gewährleistet ist.

  1.  

    Fachkundiger ist, wer die Durchführung von Arbeiten zu überwachen und für die arbeitssichere Ausführung zu sorgen hat. Er muss hierfür ausreichende Kenntnisse und Erfahrungen besitzen sowie weisungsbefugt sein.

    Siehe auch § 22 Abs. 2 Jugendarbeitsschutzgesetz.

    Siehe auch § 2 Abs. 11 Biostoffverordnung.

Werdende oder stillende Mütter dürfen am Desinfektionsplatz nicht beschäftigt werden.

  1.  

    Siehe auch § 4 und § 5 Mutterschutzrichtlinienverordnung.

Darüber hinaus dürfen am Desinfektionsplatz nur Beschäftigte tätig werden, die über die dabei mögliche Infektionsgefährdung und notwendige Schutzmaßnahmen informiert sind.

  1.  

    Dies betrifft z. B. Personen, die mit Reinigungs-, Wartungs-, Prüf- oder Instandsetzungsarbeiten beschäftigt sind.

    Siehe auch § 14 der Biostoffverordnung und §§ 4 und 7 der DGUV Vorschrift 1 "Grundsätze der Prävention".

Für die Beschäftigten am Desinfektionsplatz ist eine Vorsorge gemäß Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge, Anhang Teil 2, Abs. 2 anzubieten.

  1.  

    Der Arbeitgeber muss einen Arbeitsmediziner bzw. eine Arbeitsmedizinerin oder einen Arzt bzw. eine Ärztin mit der Zusatzbezeichnung Betriebsmedizin mit der Vorsorge beauftragen.

    Der Arzt bzw. die Ärztin hat die Beschäftigten über den Nutzen der Impfung und über mögliche Nebenwirkungen und Komplikationen aufzuklären.