DGUV Information 203-019 - Sicherheitsmaßnahmen bei Arbeiten an Fahrleitungsanla...

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Abschnitt 6, Umgang mit Leitern
Abschnitt 6
Sicherheitsmaßnahmen bei Arbeiten an Fahrleitungsanlagen (bisher: BGI 769)
Titel: Sicherheitsmaßnahmen bei Arbeiten an Fahrleitungsanlagen (bisher: BGI 769)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 203-019
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 6 – Umgang mit Leitern

Leitern müssen in einwandfreiem Zustand gehalten und regelmäßig geprüft werden. Werden Schäden oder Mängel, z.B. beschädigte Holme, lose Sprossen, festgestellt, dürfen die Leitern nicht weiter benutzt werden. Im Bereich berührbarer aktiver Teile der Oberleitungsanlage sollen nur Leitern aus isolierendem Material verwendet werden.

Leitern müssen standsicher und sicher begehbar aufgestellt werden. Anlegeleitern dürfen nur an sichere Stützpunkte angelegt werden.

Schienenfahrbare Leitern dürfen nicht verwendet werden, wenn bei den Arbeiten Seitenkräfte auftreten können, bei denen die Gefahr besteht, dass der Mitarbeiter abstürzen kann oder die Standsicherheit der Leiter nicht mehr gewährleistet ist. Arbeiten in Gleisbögen dürfen nur von der Bogenaußenseite aus durchgeführt werden.

Schienenfahrbare Leitern dürfen nur von außerhalb des Fahrgestells geschoben und nicht gezogen werden. Dabei dürfen sich, ausgenommen bei Regulierungsarbeiten, keine Personen auf der Leiter aufhalten. Die obersten vier Sprossen von fahrbaren Leitern mit aufgesetztem Schiebeteil dürfen nur dann bestiegen werden, wenn persönliche Schutzausrüstungen gegen Absturz verwendet werden. Die Sicherung erfolgt, sofern möglich, durch Anschlagen des Verbindungsmittels, z.B. Einhängen des Verbindungsseiles, in die Fahrleitung. Vor dem Ausheben der Leiter aus dem Gleis ist das Schiebeteil einzufahren.

Bei Nennspannungen über AC 1000 V/DC 1500 V darf sich beim Verschieben keine Person auf der Leiter befinden, wenn die Oberleitung unter Spannung steht. Werden schienenfahrbare Leitern von einer Elektrofachkraft oder einer elektrotechnisch unterwiesenen Person unter Aufsicht einer Elektrofachkraft verschoben, darf der Abstand zu unter Spannung stehenden Teilen bis auf 0,6 m verringert werden. Dieser Abstand darf nicht verringert werden, wenn die Leiter in das Gleis eingesetzt oder herausgehoben wird.