DGUV Information 214-007 - Arbeitshilfe zur Durchführung von arbeitsmedizinische...

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Abschnitt 3.3, Atemschutzgeräte
Abschnitt 3.3
Arbeitshilfe zur Durchführung von arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen bei fliegendem Personal (Cockpit) (bisher: BGI 768-2)
Titel: Arbeitshilfe zur Durchführung von arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen bei fliegendem Personal (Cockpit) (bisher: BGI 768-2)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 214-007
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 3.3 – Atemschutzgeräte

Atemschutzgeräte belasten ihren Träger durch ihr Gewicht und in diesem Fall besonders durch ihre situationsabhängig über 5 mbar erhöhten Atemwiderstände. Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen können unterbleiben, wenn Atemschutzgeräte nur zur Selbstrettung dienen oder keine Atemwiderstände haben.

Die Masken im Simulator haben meist einen zu vernachlässigenden Atemwiderstand.

Für betriebstypisch vorhersehbare Situationen, in denen Atemschutzgeräte getragen werden müssen, z.B. wenn regelmäßig dann Sauerstoffmasken zu tragen sind, falls ein Pilot das Cockpit verlässt (in großen Flughöhen oder aufgrund unternehmensinterner Anweisungen) oder wenn es zu den Aufgaben der Cockpitbesatzung gehört, Feuerlöschmaßnahmen mit entsprechendem Atemschutzgerät durchzuführen, gelten die Vorgaben des G 26 (BGG 904). Die Sauerstoffmasken im Cockpit haben je nach Flughöhe einen Atemwiderstand oberhalb des Grenzwertes von 5 mbar, was zu einer Einstufung in die Gerätegruppe 2 (siehe G 26) führt.
Auch wenn die Masken nur bei einem plötzlichen Druckabfall bis zum Erreichen von Flughöhen unterhalb 10.000 ft (also nur für wenige Minuten in seltenen Fällen) oder bei Rauch im Cockpit zu tragen sind, ist die Berücksichtigung im Rahmen einer arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchung sinnvoll.