DGUV Information 214-007 - Arbeitshilfe zur Durchführung von arbeitsmedizinische...

Online-Shop für Schriften

Jetzt bei uns im Shop bestellen

Jetzt bestellen
Abschnitt 6., Qualifikation des Untersuchers
Abschnitt 6.
Arbeitshilfe zur Durchführung von arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen bei fliegendem Personal (Cockpit) (bisher: BGI 768-2)
Titel: Arbeitshilfe zur Durchführung von arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen bei fliegendem Personal (Cockpit) (bisher: BGI 768-2)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 214-007
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 6. – Qualifikation des Untersuchers

Diese Untersuchung kann nur dann als Maßnahme der arbeitsmedizinischen Vorsorge anerkannt werden, wenn der Unternehmer einen Facharzt für Arbeitsmedizin oder einen Arzt mit der Zusatzbezeichnung "Betriebsmedizin"beauftragt hat. Der beauftragte Arzt kann andere Ärzte hinzuziehen. Der durchführende Arzt muss über folgende besondere Fachkenntnisse verfügen:

  1. Zertifikat "Arbeitsmedizin in der Luftfahrt"


Das Zertifikat "Arbeitsmedizin in der Luftfahrt"kann für Arbeits- bzw. Betriebsmediziner entfallen, wenn mindestens eine der folgenden Qualifikationen nachgewiesen werden kann:

  1. Zusatzbezeichnung "Flugmedizin"oder

  2. Zulassung als flugmedizinischer Sachverständiger oder

  3. Ermächtigung/nachgewiesene besondere Fachkenntnisse für die arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen nach G 26, G 31 und G 35


Das Zertifikat "Arbeitsmedizin in der Luftfahrt"vergibt die Berufsgenossenschaft für Fahrzeughaltungen an Arbeitsmediziner, Betriebsmediziner und flugmedizinische Sachverständige der Klasse 1, die eine 60-stündige geeignete Fortbildung innerhalb von 24 Monaten vor Beantragung des Zertifikates nachweisen können. Diese Fortbildung muss mindestens enthalten:

  1. Besuch eines von der BGF angebotenen Seminars "Arbeitsmedizin in der Luftfahrt"

  2. Teilnahme an einer Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrtmedizin - DGLRM (alternativ für flugmedizinische Sachverständige der Klasse 1: Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin - DGAUM)


Darüber hinaus sind geeignet:

  1. BGF-Lehrgänge und BGF-Seminare zu luftfahrtspezifischen Themen

  2. Jahrestagungen der DGLRM, ICASM6 , ASMA7

  3. Seminare zu arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen, die in dieser BG-Information berücksichtigt wurden.


Das Zertifikat ist fünf Jahre gültig und kann durch die Teilnahme an einer von der BGF anerkannten geeigneten Fortbildungsveranstaltung jeweils um weitere fünf Jahre verlängert werden. Für alle Ärzte, die ihre Gebietsbezeichnung Arbeitsmedizin, ihre Zusatzbezeichnung Betriebsmedizin oder ihre Zulassung als flugmedizinischer Sachverständiger der Klasse 1 vor dem 1. Januar 2006 erhalten haben, ist das Zertifikat erst ab dem 1. Januar 2008 erforderlich.
Das Zertifikat ersetzt für flugmedizinische Sachverständige nicht die arbeitsmedizinische Fachkunde, die zur betriebsärztlichen Betreuung eines Unternehmens im Sinne des ASiG erforderlich ist. Für Betriebsärzte von Luftfahrtunternehmen ist der Besuch von Veranstaltungen zum Erwerb des Zertifikates Fortbildung im Sinne von § 2 Abs. 3 ASiG.

Die BGF hat die Luftfahrtunternehmen in ihrem Zuständigkeitsbereich über die geforderten Qualifikationsvoraussetzungen unterrichtet. Außerhalb des Zuständigkeitsbereiches der BGF gelten sie nur bei ausdrücklicher Bestätigung durch den jeweiligen Träger der gesetzlichen Unfallversicherung.

Im Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Verteidigung ist bezüglich dieses Abschnittes der aktive und durch die zuständige Dienststelle anerkannte Fliegerarzt dem flugmedizinischen Sachverständigen der Klasse 1 gleichgestellt.

6

International Congress of Aviation and Space Medicine

7

Aerospace Medical Association