DGUV Information 214-006 - Persönliche Schutzausrüstungen (PSA) in der Binnensch...

Online-Shop für Schriften

Jetzt bei uns im Shop bestellen

Jetzt bestellen
Abschnitt 3, Rettungswesten
Abschnitt 3
Persönliche Schutzausrüstungen (PSA) in der Binnenschifffahrt Hinweise, Informationen und Anregungen zum Einsatz, Gebrauch und zur Eignung von PSA (bisher: BGI 765)
Titel: Persönliche Schutzausrüstungen (PSA) in der Binnenschifffahrt Hinweise, Informationen und Anregungen zum Einsatz, Gebrauch und zur Eignung von PSA (bisher: BGI 765)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 214-006
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 3 – Rettungswesten

Die häufigsten Unfälle in der Binnenschifffahrt sind Sturzunfälle. Jeder Sturz auf dem freien Deck oder im Gangbord birgt auch die Gefahr des Überbordgehens mit dem Risiko des Ertrinkens oder des Unterkühlunstodes.

Die Rettungsweste gibt ein angemessenes Maß an Sicherheit, besonders wenn die Person erschöpft, verletzt oder in ihrer Bewegungsfreiheit behindert ist. Ohne jegliches Zutun des Trägers wird eine stabile Schwimmlage im Wasser sichergestellt.

Machen Sie sich mit Ihrer Rettungsweste vertraut, so dass Sie auch die Betriebsbereitschaft als Sachkundiger prüfen können.

Entsprechende Prüflisten erhalten Sie von der BSBG.

  Achten Sie bei der Auswahl von Rettungswesten
auf das EG-Konformitätszeichen!

Wie sollen die Rettungswesten getragen werden?

  • über der Kleidung, auch bei Winterkleidung

  • Beckengurt nicht zu fest am Körper

Hinweis: Zwischen Gurt und Körper muss eine flache Hand Passen

  • natürlich stets einsatzbereit als "automatisch aufblasbare Weste"

Wann sollen Sie eine Rettungsweste benutzen?

  • bei allen Außenbordarbeiten

  • beim Benutzen des Beibootes

  • bei Arbeit und Aufenthalt an Deck, wenn die Gefahr des Überbordgehens besteht

  • beim Benutzen des Schwenkbaums oder des Laufsteges

  • beim Schleusen

  • beim Begehen der Hafenanlagen

  • immer dann, wenn eine Restgefahr des Überbordgehens bleibt

Warum sollen Sie eine Rettungsweste tragen?

  1. Die Rettungsweste gibt dem Träger ein angemessenes Maß an Sicherheit im Wasser, insbesondere wenn die Person nicht schwimmen kann, erschöpft, verletzt oder auf andere Weise behindert ist. Eine automatische Rettungsweste erfüllt diese Funktionen mit Ausnahme des Anlegens der Rettungsweste, selbsttätig, ohne jegliches Zutun des Trägers.

  2. Sie ermöglicht dem Träger, sich im Wasser fortzubewegen, ohne ihn zu behindern.

  3. Sie unterstützt den Träger, dass er aktiv zu seiner Rettung beitragen kann und dass seine Anstrengungen nicht lediglich darauf konzentriert sein müssen, über Wasser zu bleiben.

  4. Sie ermöglicht die Bergung und Rettung des Trägers.

Sachkundigenprüfung

Um Ihnen die einzelnen Prüfpunkte zu erleichtern, hat die BSBG für alle Rettungswestentypen Prüflisten erarbeitet.

Als Nachweis der Prüfung (erforderlich nach UVV 2.1 § 43) ist diese Liste den Borddokumenten beizufügen:

Diese Kreuze können auch Sie machen, fordern Sie die Prüfliste für Ihre persönliche Rettungsweste bei uns an!

Unabhängig hiervon ist die Wartung Ihrer Rettungsweste durch den Hersteller oder durch eine autorisierte Fachwerkstatt.

Beachten Sie die Wartungstermine der Plakette.

Prüfen Sie gleich jetzt, ob die nächste Wartung fällig ist.

Vergessen Sie aber nicht:

Die Lebensdauer der Rettungswesten ist begrenzt. Je nach Pflege können maximal 15 Jahre erreicht werden.

Der Hersteller wird Sie bei der Wartung entsprechend beraten.

Die in der Binnenschifffahrt vorwiegend verwendeten Rettungswesten mit einem Auftrieb von 100 Newton (EN 395) und 150 Newton (EN 396) sind regelmäßig, jedoch mindestens einmal jährlich auf ihren betriebssicheren Zustand von einem Sachkundigen prüfen zu lassen!

Wer ist Sachkundig?

Das könnten Sie sein, wenn Sie mit der Rettungsweste vertraut sind!

Hinweis:

UVV 2.1 § 43 Absatz 1 beachten

Aufblasautomatik

Bestandteile der Rettungsweste sind:

Ergänzende Hinweise:

UVV 2.1 "Wasserfahrzeuge mit Betriebserlaubnis auf Binnengewässern" (BGV D19)

BG-Regel "Einsatz von persönlichen Schutzausrüstungen gegen Ertrinken" (BGR 201)