DGUV Information 203-017 - Schutzmaßnahmen bei Erdarbeiten in der Nähe erdverleg...

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Anhang 5, Saugbagger
Anhang 5
Schutzmaßnahmen bei Erdarbeiten in der Nähe erdverlegter Kabel und Rohrleitungen (bisher: BGI 759)

Anhangteil

Titel: Schutzmaßnahmen bei Erdarbeiten in der Nähe erdverlegter Kabel und Rohrleitungen (bisher: BGI 759)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 203-017
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Anhang 5 – Saugbagger

Saugbagger werden überall dort eingesetzt, wo ein hohes Beschädigungsrisiko den Einsatz von hydraulischer Aushubtechnik verbietet oder die Umfeldbedingungen diesen nicht zulassen.

Mögliche Einsatzfälle sind etwa bei Rohr- und Armaturenaustausch, Rohrbrüchen und Leitungsstörungen oder Sanierung und Neuverlegung von Leitungen.

Saugbagger erlauben kurze Einsatzzeiten und einen schnellen beschädigungsfreien Erdaushub sowie eine geringe Verkehrs- und Umweltbelastung.

Wirkungsweise

Ein Gebläse erzeugt einen Luftstrom von bis zu 32.000 m3/h und einen Unterdruck von bis zu 400 hPa. Der Saugschlauch ist über den Träger hydraulisch dreidimensional bewegbar. Im Bereich der Saugkrone des Saugstutzens (roter Pfeil in den Bildern) wird das Material vom Luftstrom mitgerissen.

Alle Medien sind saugbar. Dabei können sogar faustgroße Steine (feste Partikel bis zu einem Durchmesser von 250 mm) mitgerissen werden. Im Sammelraum erfolgt dann die Abla0gerung aller größeren Partikel. Über Abscheidekammern und Filter wird der Luftstrom weiter gereinigt und getrocknet. Über die Feinstfiltereinheit werden letzte Stäube absorbiert. Die gereinigte Luft wird großflächig über eine Schalldämmeinheit nach oben ausgestoßen.

Ein Saugbagger ist für bestimmte Arbeiten sehr wirtschaftlich: Beim Einsatz eines Saugbaggers kann im gleichen Zeitraum die 12-fache Arbeitsleistung gegenüber Handarbeit und dadurch Zeit- und Kosteneinsparungen von mehr als 60 % erreicht werden.