DGUV Information 209-047 - Nitrose Gase beim Schweißen und bei verwandten Verfah...

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Abschnitt 3.1, 3.1 Verfahrensspezifische Faktoren
Abschnitt 3.1
Nitrose Gase beim Schweißen und bei verwandten Verfahren (DGUV Information 209-047)
Titel: Nitrose Gase beim Schweißen und bei verwandten Verfahren (DGUV Information 209-047)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-047
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 3.1 – 3.1 Verfahrensspezifische Faktoren

Folgende Faktoren können bei den Autogenverfahren zu einer verstärkten Bildung nitroser Gase führen:

  • große Brenner/Brennereinsätze mit Flammen über 20 cm Länge, vor allem auch frei brennende Flammen

  • großer Abstand zwischen Brenner und Werkstück (bedingt große Flammen!)

  • hohe Anzahl der Brenner pro Anlage und Raum

  • Flammtemperatur des Gases. Je höher die Temperatur, desto größer ist die Emission und die Konzentration der nitrosen Gase.

Achtung
Acetylen als Brenngas ist kritischer zu bewerten als andere Gase!

Aus den vorgenannten Gründen ist auch das Erwärmen der Raumluft mit Autogenbrennern verboten, da hierbei sehr hohe Mengen nitroser Gase entstehen und es in der Vergangenheit häufig zu schweren Vergiftungen gekommen ist.

Folgende Faktoren können beim Plasmaschmelz- und Laserstrahlschneiden zu einer verstärkten Bildung von nitrosen Gasen führen:

  • Verwendung von Luft oder Stickstoff als Prozessgase

  • hohe Stromstärkee bzw. hohe Laserstrahlleistung

  • hohe Schneidgeschwindigkeit

Hohe Stromstärke und hohe Schweißgeschwindigkeit begünstigen auch bei Lichtbogenschweißverfahren die Bildung nitroser Gase.