DGUV Information 209-044 - Holzstaub Gesundheitsschutz (bisher: BGI 739-1)

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Abschnitt 3, Luftrückführung
Abschnitt 3
Holzstaub Gesundheitsschutz (bisher: BGI 739-1)
Titel: Holzstaub Gesundheitsschutz (bisher: BGI 739-1)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-044
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 3 – Luftrückführung

Nach der Gefahrstoffverordnung1) darf die abgesaugte, mit Holzstaub belastete Luft nicht in die Arbeitsräume zurück geführt werden. Eine Luftrückführung ist allerdings zulässig, wenn sichergestellt ist, dass die Luft ausreichend gereinigt ist und auf Abluft umgeschaltet werden kann.

Eine ausreichende Reinigung der Luft ist gegeben, wenn Filtermaterial mit einem Durchlassgrad < 0,5 % verwendet wird und die Filterflächenbelastung 150 m3/m2h nicht überschreitet oder eine Baumusterprüfung bezüglich des Reststaubgehaltes vorliegt. Für bestehende Anlagen ist eine Nachrüstung einer Reststaubgehaltsüberwachung nicht notwendig.

An Absauganlagen mit Luftrückführung muss sichergestellt werden, dass bei Beschädigung des Filtermaterials (Schlauchbruch) der Eintrag von Staub in die Arbeitsräume so gering wie möglich gehalten wird. Hierzu ist eine Reststaubgehaltsüberwachung oder - bei Altanlagen - eine wöchentliche Prüfung der Filterelemente auf Beschädigung erforderlich. Im Störungsfall muss von Rückluftbetrieb auf Abluftbetrieb umgeschaltet werden. Beschädigte Filterelemente müssen umgehend ausgetauscht werden.

Forderungen nach EN 12779 für Neuanlagen (seit Mai 2005 verpflichtend)

  • Reststaubgehalt in der Rückluft ≤ 0,2 mg/m3

  • Reststaubgehaltsüberwachung bei einem Luftvolumendurchsatz > 10.000 m3/h

Geprüfte Filteranlagen mit einem H3-Prüfzeichen erfüllen die Anforderungen der TRGS 553 und der EN 12779.

Nach EN 12779 wird bei Filteranlagen mit Luftrückführung eine Messung des Reststaubgehaltes nach Inbetriebnahme verlangt. Bei geprüften Filteranlagen (Prüfzeichen H3) ersetzt die Baumusterprüfung die Messung nach Inbetriebnahme.

Mit Entstaubern nach DIN 8416 ist ein dauernder Rückluftbetrieb zulässig. Deshalb ist eine Umschaltung auf Abluft nicht vorgesehen und sie besitzen keine Rückluftkanäle. Die Filterflächenbelastung darf 200 m3/m2h nicht überschreiten.