Gefahrstoffe im Modell- und Formenbau Handhabung und sicheres Arbeiten (BGI 737)

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Abschnitt 2.3 BGI 737, Modell-Lacke
Abschnitt 2.3 BGI 737
Gefahrstoffe im Modell- und Formenbau Handhabung und sicheres Arbeiten (BGI 737)
Titel: Gefahrstoffe im Modell- und Formenbau Handhabung und sicheres Arbeiten (BGI 737)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: BGI 737
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 2.3 BGI 737 – Modell-Lacke

Nitrocellulose-(NC-)Lacke haben einen sehr hohen Lösemittelanteil (über 50 %) und härten durch Verdampfen der Lösemittel aus. Gesundheitsgefahren ergeben sich durch

  • Einatmen von Lösemitteldämpfen oder Aerosolen, wie sie beim Spritzlackieren auftreten können

  • Hautkontakt (entfettende Wirkung bzw. Aufnahme bestimmter Stoffe über die Haut in den Körper)

PUR-(DD-)Lacke sind überwiegend 2-Komponenten-Reaktionslacke mit Isocyanaten als Härter. Sie enthalten zusätzlich Lösemittel. Die Isocyanate haben sowohl nach Einatmen als auch bei Hautkontakt eine hohe sensibilisierende Wirkung, die bereits bei geringsten Konzentrationen auftreten kann. Außerdem wirken Isocyanate stark reizend auf die Haut sowie auf die Schleimhäute der Augen und Atemwege.

Bei wasserlöslichen Lacken (Wasserlacken) sind organische Lösemittel größtenteils durch Wasser ersetzt. Die Lackbindemittel wurden durch Lösungsvermittler (z.B. Glycole) wasserlöslich gemacht. Wie auch die anderen lösemittelhaltigen Lacksysteme können Wasserlacke außerdem noch weitere Bestandteile enthalten, z.B. Pigmente oder Farbstoffe, Weichmacher, Konservierungsmittel. Gesundheitsgefahren entstehen durch Einatmen von Lacknebeln und direkten Hautkontakt mit dem Lack.