DGUV Information 209-043 - Holzschutzmittel Handhabung und sicheres Arbeiten (bi...

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Abschnitt 6.2, Auftragverfahren
Abschnitt 6.2
Holzschutzmittel Handhabung und sicheres Arbeiten (bisher: BGI 736)
Titel: Holzschutzmittel Handhabung und sicheres Arbeiten (bisher: BGI 736)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-043
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 6.2 – Auftragverfahren

Handauftrag/Streichen

Technische Schutzmaßnahmen

Werden lösemittelhaltige Holzschutzmittel in Räumen verarbeitet, müssen Maßnahmen zum Brand- und Explosionsschutz getroffen werden (siehe Seite 14).

Die Arbeiten müssen in gut belüfteten Räumen durchgeführt werden.

Persönliche Schutzausrüstungen

         
HolzschutzmittelHandschutzAugenschutzAtemschutzKörperschutz
Wasserbasierte Bor-haltige HolzschutzmittelBei andauerndem Hautkontakt:GestellbrilleIm Allgemeinen nicht erforderlichIm Allgemeinen nicht erforderlich; Arbeitskleidung

  • Nitril



  • Polychloropren


Wasserbasierte Quat-Bor-Präparate
  • Nitril


Bei Spritzgefahr: KorbbrilleIm Allgemeinen nicht erforderlichBei Spritzgefahr: Alkalibeständige Schutzkleidung

  • Polychloropren


Wässrige Holzschutzmittel mit organischen Wirkstoffen
  • Nitril


Bei Spritzgefahr: GestellbrilleIm Allgemeinen nicht erforderlichIm Allgemeinen nicht erforderlich; Arbeitskleidung

  • Polychloropren


Lösemittelhaltige Holzschutzmittel mit organischen Wirkstoffen
  • Nitril


Bei Spritzgefahr: GestellbrilleGasfilter: A1 oder A2 (braun)Im Allgemeinen nicht erforderlich; Arbeitskleidung
Die Handschuh-Datenbank von GISBAU (www.gisbau.de) enthält Schutzhandschuh-Empfehlungen von verschiedenen Handschuh-Herstellern für die Holzschutzmittel-Produktgruppen.
Es werden Handschuhfabrikate mit Tragedauern für den Spritzkontakt (z.B. Streichen) und den Dauerkontakt (z.B. Spritzen) angegeben.
Auf unbedeckte Körperteile sollten Hautschutzmittel aufgetragen werden.
Nach der Arbeit und vor längeren Arbeitspausen sollten die Hände gereinigt und Hautpflegemittel aufgetragen werden.

Spritzverfahren

Technische Schutzmaßnahmen

Werden lösemittelhaltige Holzschutzmittel in Räumen verarbeitet, müssen Maßnahmen zum Brand- und Explosionsschutz getroffen werden (siehe Seite 14).

Die Arbeiten müssen in gut belüfteten Räumen durchgeführt werden.

Damit möglichst wenig Aerosole freigesetzt werden, sollte das Holzschutzmittel möglichst nahe an der zu behandelnden Oberfläche aufgebracht werden.

Persönliche Schutzausrüstungen

         
HolzschutzmittelHandschutzAugenschutzAtemschutzKörperschutz
Wasserbasierte Bor-haltige Holzschutzmittel
  • Nitril


KorbbrillePartikelfilter P2Geschlossene Arbeitskleidung

  • Polychloropren


Wasserbasierte Quat-Bor-Präparate
  • Nitril


KorbbrillePartikelfilter P2Alkalibeständige Schutzkleidung, Chemikalienschutzanzug

  • Polychloropren


Wässrige Holzschutzmittel mit organischen Wirkstoffen
  • Nitril


KorbbrillePartikelfilter P2Arbeitskleidung

  • Polychloropren


Lösemittelhaltige Holzschutzmittel mit organischen Wirkstoffen
  • Nitril


KorbbrilleA2-P2 (braun-weiß)Chemikalienschutzanzug
Die Handschuh-Datenbank von GISBAU (www.gisbau.de) enthält Schutzhandschuh-Empfehlungen von verschiedenen Handschuh-Herstellern für die Holzschutzmittel-Produktgruppen.
Es werden Handschuhfabrikate mit Tragedauern für den Spritzkontakt (z.B. Streichen) und den Dauerkontakt (z.B. Spritzen) angegeben.
Auf unbedeckte Körperteile sollten Hautschutzmittel aufgetragen werden.
Nach der Arbeit und vor längeren Arbeitspausen sollten die Hände gereinigt und Hautpflegemittel aufgetragen werden.

Schaumverfahren

Wasserlösliche Holzschutzmittel, die bei Zugabe eines Schaumbildners mit Hilfe von Druckluft verschäumt werden können, werden als Schaum auf das Holz aufgebracht. Das Verfahren wird eingesetzt, um größere Wirkstoffmengen aufzutragen und die Einwirkzeit zu verlängern.

Technische Schutzmaßnahmen

Die Arbeiten müssen in gut belüfteten Räumen durchgeführt werden.

Persönliche Schutzausrüstungen

         
HolzschutzmittelHandschutzAugenschutzAtemschutzKörperschutz
Wasserbasierte Bor-haltige HolzschutzmittelBei andauerndem Hautkontakt:GestellbrilleIm Allgemeinen nicht erforderlich; bei Auftreten von Aerosolen Partikelfilter P2Im Allgemeinen nicht erforderlich; Arbeitskleidung

  • Nitril



  • Polychloropren


Wasserbasierte Quat-Bor-Präparate
  • Nitril


Bei Spritzgefahr: KorbbrilleIm Allgemeinen nicht erforderlich; bei Auftreten von Aerosolen Partikelfilter P2Im Allgemeinen nicht erforderlich; Arbeitskleidung

  • Polychloropren


Wässrige Holzschutzmittel mit organischen Wirkstoffen
  • Nitril


Bei Spritzgefahr: GestellbrilleIm Allgemeinen nicht erforderlich; bei Auftreten von Aerosolen Partikelfilter P2Im Allgemeinen nicht erforderlich; Arbeitskleidung

  • Polychloropren


Die Handschuh-Datenbank von GISBAU (www.gisbau.de) enthält Schutzhandschuh-Empfehlungen von verschiedenen Handschuh-Herstellern für die Holzschutzmittel-Produktgruppen.
Es werden Handschuhfabrikate mit Tragedauern für den Spritzkontakt (z.B. Streichen) und den Dauerkontakt (z.B. Spritzen) angegeben.
Auf unbedeckte Körperteile sollten Hautschutzmittel aufgetragen werden.
Nach der Arbeit und vor längeren Arbeitspausen sollten die Hände gereinigt und Hautpflegemittel aufgetragen werden.

Injektions-/Bohrlochverfahren

Zu den Injektionsverfahren gehören die Bohrlochtränkung und die Bohrlochdrucktränkung.

Diese Verfahren werden beim bekämpfenden Holzschutz eingesetzt, um eine tiefere Eindringtiefe als beim Handauftrag zu erreichen. Durch Bohrungen in das Holz in bestimmten Abständen wird das Holzschutzmittel manuell oder über Hilfsaggregate drucklos oder unter Druck eingebracht.

Technische Schutzmaßnahmen

Die Arbeiten müssen in gut belüfteten Räumen durchgeführt werden.

Persönliche Schutzausrüstungen

         
HolzschutzmittelHandschutzAugenschutzAtemschutzKörperschutz
Wasserbasierte Bor-haltige HolzschutzmittelBei andauerndem Hautkontakt:Beim Druckverfahren: KorbbrilleIm Allgemeinen nicht erforderlichIm Allgemeinen nicht erforderlich; Arbeitskleidung

  • Nitril



  • Polychloropren


Wasserbasierte Quat-Bor-Präparate
  • Nitril


Beim Druckverfahren: KorbbrilleIm Allgemeinen nicht erforderlichIm Allgemeinen nicht erforderlich; Arbeitskleidung

  • Polychloropren


Wässrige Holzschutzmittel mit organischen Wirkstoffen
  • Nitril


Beim Druckverfahren: KorbbrilleIm Allgemeinen nicht erforderlichIm Allgemeinen nicht erforderlich; Arbeitskleidung

  • Polychloropren


Lösemittelhaltige Holzschutzmittel mit organischen Wirkstoffen
  • Nitril


Beim Druckverfahren: KorbbrilleIm Allgemeinen nicht erforderlich; Gasfilter: A1 oder A2 (braun)Im Allgemeinen nicht erforderlich; Arbeitskleidung beim Druckverfahren: Chemikalienschutzkleidung
Die Handschuh-Datenbank von GISBAU (www.gisbau.de) enthält Schutzhandschuh-Empfehlungen von verschiedenen Handschuh-Herstellern für die Holzschutzmittel-Produktgruppen.
Es werden Handschuhfabrikate mit Tragedauern für den Spritzkontakt (z.B. Streichen) und den Dauerkontakt (z.B. Spritzen) angegeben.
Auf unbedeckte Körperteile sollten Hautschutzmittel aufgetragen werden.
Nach der Arbeit und vor längeren Arbeitspausen sollten die Hände gereinigt und Hautpflegemittel aufgetragen werden.

Begasung

Die Verwendung von Brommethan (Methylbromid) zur Begasung ist nicht mehr zulässig. Als "Ersatzstoff" steht Sulfuryldifluorid zur Verfügung. Die Arbeiten dürfen nur in geschlossenen Räumen oder in mit gasdichten Folien abgeplanten Bereichen durchgeführt werden.

Die Begasung ist nur zulässig mit Stoffen, die in Anhang III Nr. 5 der Gefahrstoffverordnung genannt sind.

Für die Begasung mit sehr giftigen und giftigen Biozid-Produkten ist gemäß Anhang III Nr. 5 Gefahrstoffverordnung ein Sachkundenachweis erforderlich. Außerdem müssen ein Befähigungsschein und ein Erlaubnisschein der zuständigen Behörde vorhanden sein. Die Tätigkeiten sind der zuständigen Behörde spätestens eine Woche vorher schriftlich anzuzeigen. Ausführliche Informationen sind in der TRGS 512 "Begasungen" enthalten.

Persönliche Schutzausrüstungen

         
HolzschutzmittelHandschutzAugenschutzAtemschutzKörperschutz
Begasung mit SulfuryldifluoridIm Allgemeinen nicht erforderlichDichtschließende Schutzbrille oder GesichtsspritzschutzBei Kontakt mit dem Begasungsmittel: Umgebungsluft unabhängiges AtemschutzgerätKörperdeckende Arbeitskleidung
Die Handschuh-Datenbank von GISBAU (www.gisbau.de) enthält Schutzhandschuh-Empfehlungen von verschiedenen Handschuh-Herstellern für die Holzschutzmittel-Produktgruppen.
Es werden Handschuhfabrikate mit Tragedauern für den Spritzkontakt (z.B. Streichen) und den Dauerkontakt (z.B. Spritzen) angegeben.
Auf unbedeckte Körperteile sollten Hautschutzmittel aufgetragen werden.
Nach der Arbeit und vor längeren Arbeitspausen sollten die Hände gereinigt und Hautpflegemittel aufgetragen werden.