DGUV Information 201-016 - Schreiner-Tischlerarbeiten auf Baustellen und Montag...

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Abschnitt 5.7, Hubarbeitsbühnen
Abschnitt 5.7
Schreiner-/Tischlerarbeiten auf Baustellen und Montagestellen (bisher: BGI 735)
Titel: Schreiner-/Tischlerarbeiten auf Baustellen und Montagestellen (bisher: BGI 735)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 201-016
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 5.7 – Hubarbeitsbühnen

Fahrbare Hubarbeitsbühnen sind ein sehr geeignetes Arbeitsmittel für Montagearbeiten an Fassaden und in Hallen (z.B. auch zur sicheren Montage von Schutznetzen). Wegen ihrer flexibleren Verwendbarkeit sind sie auch eine gute Alternative zu Fahrgerüsten.

Die sicherheitstechnischen Anforderungen von fahrbare Hubarbeitsbühnen sowie der sichere Umgang sind u.a. in der BGI 720 "Sicherer Umgang mit fahrbaren Hubarbeitsbühnen" beschrieben.

Bei Anmietung von fahrbaren Hubarbeitsbühnen muss die Ersteinweisung/Unterweisung der Vermieter durchführen.

Geräteführer/Bedienpersonen müssen mindestens 18 Jahre alt sein und ausreichende Kenntnisse für den Aufbau und den richtigen Einsatz der Hubarbeitsbühnen haben. Ein Blick in die Bedienungsanleitung reicht nicht aus. Vielmehr ist eine Unterweisung am jeweiligen Gerät erforderlich.

Durch eine schriftliche Beauftragung (jeweils für eine ganz bestimmte fahrbare Hubarbeitsbühne notwendig), verbunden mit der Unterweisung, überträgt der Unternehmer dem Geräteführer die Verantwortung für den sicheren Betrieb der Hubarbeitsbühne. Muster einer schriftlichen Beauftragung siehe Anhang 9.

Hubarbeitsbühne

Der Geräteführer/Bedienperson muss vor jedem Einsatz arbeitstäglich folgende Sicht- und Funktionsprüfungen durchführen.

  • Sichtprüfung auf äußere Beschädigung

  • Überprüfen der Reifen (Profil, Risse) und des Reifendruckes

  • Vorhandensein von Leckagen an Hydraulikleitungen, -schläuchen, -geräten

  • Kontrolle der Umwehrung (Vollständigkeit, Beschädigung, Zugang)

  • Überprüfung der Steuerungselemente wie NOT-AUS-Schalter, NOT- Ablasseinrichtung, weitere mechanische und elektrische Sicherheitsschalter

  • Funktionsprüfung der Signaleinrichtungen wie Blinklicht, Horn

  • Betätigung der Bremsanlage

Bei Mängeln, welche die Sicherheit gefährden, darf die Hubarbeitsbühne nicht in Betrieb genommen werden.

Auf Baustellen kann man nicht immer von einem tragfähigen Untergrund ausgehen. Wichtigste Maßnahme: Auf sicheren Stand achten. Gegebenenfalls lastverteilende Unterlagen auslegen, Abstützungen anbringen/ausfahren.

Ob und in welchen Betriebszuständen eine Hubarbeitsbühne verfahren werden darf, ist dem Betriebshandbuch des Herstellers zu entnehmen.

Eine Hubarbeitsbühne ist kein Kran. Es dürfen keine Lasten an den Arbeitskorb oder an andere Bauteile angehängt werden.

Eine generelle Anseilpflicht im Korb gibt es nicht. Situationen, die eine Anseilsicherung erforderlich machen, können sein:

  • Gleichzeitiger Einsatz mehrerer Hubarbeitsbühnen

  • Montage von schweren, am Kran hängenden Bauteilen (z.B. schwere Fenster- und Fassadenelemente). Hier kann ein Anstoßen gegen den Arbeitskorb dazu führen, dass Beschäftigte herausgeschleudert werden.

In diesen Fällen muss persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (Sicherheitsgeschirr) getragen werden.

Der Einsatz von Hubarbeitsbühnen in öffentlichen Verkehrsräumen erfordert entsprechende Absperr- und Sicherungsmaßnahmen. Hierzu Kontakt mit den örtlichen Behörden aufnehmen.